Placzek Libor

Geboren:
29.02.1914, Haatsch
Verstorben:
Tschenstochau/Oberschlesien
Gefallen:
Vermisst Februar 1945
Rang:
Unteroffizier
Orden:
- EK 2. Klasse- Winterschlacht-Medaille 1941- Allgemeines Sturmabzeichen in Silbe- Verwundeten-Abzeichen in Schwarz
Residenz:
Haatsch

Libor Placzek trat Anfang 1940 in die Wehrmacht ein. Er wurde der 3. Pionier-Ersatz-Bataillon 8 des Pionier-Ersatz-Bataillons in Brieg/Oberschlesien (heute Brzeg, Woiwodschaft Opole/Polen) zugeteilt. Dieses Bataillon unterstand der Division 158. Am 28. März 1940 wurde das Bataillon in Pionier-Ersatz-Bataillon 28 umbenannt. Am 18. September 1940 erkrankte Libor an Magen-Darm-Katarrh und wurde im Lazarett Breslau II – Herrnpotsch/Niederschlesien (heute Wrocław-Pracze Odrzaskie, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) behandelt. Nach seiner Genesung kehrte er am 8. Oktober 1940 zu seiner Einheit zurück.

Nach Kriegsausbruch mit Russland im Juni 1941 wurde Libor an die Ostfront verlegt und einer Einheit in Finnland und Karelien zugeteilt. Später wurde er der Heeresgruppe Mitte zugeteilt. Am 15. Februar 1942 wurde er bei Prasolowo (Region Twer/Russland) verwundet (Schusswunde an der linken Hand). Nach Erstversorgung im Feldlazarett Hauptverbandplatz wurde er mit dem Lazarettzug 2676 in das Feldlazarett Landstuhl/Reinland-Pfalz (Rheinland-Pfalz/Deutschland) transportiert, wo er bis zum 2. April 1942 behandelt wurde. Anschließend wurde er zum Pionier-Ersatz-Bataillon 28 in Straßburg/Elsass (Elsass, heute Straßburg, Département Bas-Rhin, Region Grand Est/Frankreich) versetzt.

Nach seiner vollständigen Genesung wurde Libor zur 3. Pionier-Kompanie des Pionierbataillons 48 versetzt. Das Bataillon befand sich an der Ostfront und war im südlichen Abschnitt der Heeresgruppe Süd eingesetzt. Zu dieser Zeit rückte die Einheit in den Kaukasus vor. Nach der verlorenen Schlacht um Stalingrad mussten sich die Einheiten aus dem Kaukasus in der ersten Hälfte des Jahres 1943 in die Ukraine zurückziehen, wo sie zunächst bei Charkow kämpften und später an der Schlacht um Kursk teilnahmen.

Am 6. August 1943 erlitt Libor bei einem russischen Angriff südlich von Sumy nahe Staraja Rjabin (Gebiet Sumy/Ukraine) eine zweite, leichtere Verletzung (ein Bombensplitter im Schienbein des linken Beins). Er wurde daraufhin in das Lazarett 1/591 in Ochtyrka (Gebiet Sumy/Ukraine) und anschließend in das Lazarett 3/607 in Poltawa (Gebiet Poltawa/Ukraine) verlegt. Am 11. August 1943 wurde er in das Lazarett I in Meiningen/Thüringen (Thüringen/Deutschland) verlegt.

Nach seiner Genesung am 28. September 1943 wurde er der 3. Pionier-Ersatz-Bataillon 28 des Pionier-Ersatzbataillons in Breslau/Niederschlesien (heute Breslau, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) zugeteilt. Das Bataillon unterstand damals der Division 408. Am 17. Dezember 1943 wurde er zur 3. Pionier-Bataillon 742 des Pionier-Ersatzbataillons versetzt. Dieses Bataillon unterstand der 4. Panzerarmee. Bis Ende Juni 1944 hielt die Panzerarmee Stellungen westlich von Kiew in der Ukraine. Anschließend kämpfte die Armee an der Ukajna in den südlichen Gebieten des Pinsker Moorgebiets nahe der Städte Schepetivka (Oblast Chmelnyzkyj), Ternopil (Oblast Ternopil), Luzk und Kowel (Oblast Wolhynien). Im August 1944 zwangen russische Angriffe die Armee zum Rückzug über Chełm und Lublin (Woiwodschaft Lublin/Polen). Die Verteidigung der Weichsel dauerte von August 1944 bis Januar 1945.

Ende 1944 befand sich die Libor in Kattowitz und Königshütte/Oberschlesien (heute Katowice und Chorzów, Woiwodschaft Schlesien/Polen). Im Januar 1945 hielt die Armee statische Verteidigungsstellungen und errichtete eine Verteidigungszone in Südpolen. 1945 wurde das Pionierbataillon in Heeres-Pionier-Bataillon 742 umbenannt. Am 17. Januar 1945 begann die russische Weichsel-Oder-Offensive, in deren Verlauf die Hälfte der Panzerkräfte der Armee vernichtet wurde. Während dieser Kämpfe gilt Libor zwischen Ende Januar und Mitte Februar 1945 im Raum Tschenstochau (heute Częstochowa, Woiwodschaft Schlesien/Polen) als vermisst.

Auszeichnungen:

  • EK 2. Klasse
  • Winterschlacht-Medaille 1941-42
  • Allgemeines Sturmabzeichen in Silber
  • Verwundeten-Abzeichen in Schwarz

Er ist der Bruder von Johann, Ignatz und Alois.

 

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