Kaschny Rudolf 1919

Geboren:
21.02.1919, Kreuzenort
Verstorben:
12.09.1981 ,  Troppau
Rang:
Feldwebel
Residenz:
Kreuzenort, Klein Hoschütz
Heeresgattung:
Luftwaffe
Truppengattung:
Fallschirmjäger
Geschwister:
Franz Kaschny 1906

Rudolf Kaschny wurde in Kreuzenort/Oberschlesien (heute Krzyzanowice, Woiwodschaft Schlesien/Polen) geboren. Später zog er mit seiner Familie nach Klein Hoschütz. Am 28. August 1940 trat er in die Luftwaffe ein. Er wurde der 14. Kompanie des Fallschirmjäger-Regiments 3 zugeteilt. Dieses Regiment war im Juni 1940 für die 7. Flieger-Division aufgestellt worden, der er ebenfalls unterstellt war. Hier absolvierte Rudolf seine Fallschirmjägerausbildung.

Mitte Mai 1941 wurde das Regiment per Bahn nach Griechenland verlegt, wo ein geplanter Angriff auf die Insel Kreta vorbereitet wurde. Am 20. Mai 1941 begann die Operation „Merkur“. Zunächst starteten 150 Sturzkampfbomber, 90 Jagdflugzeuge und 20 Bomber, begleitet von 90 Jagdflugzeugen, zur Insel. Ihnen folgten 500 voll beladene Junkers Ju-52 Transportflugzeuge, von denen 60 Lastensegler schleppten. Diese Flugzeuge transportierten 5.500 Fallschirmjäger. Das Fallschirmjägerregiment 3 landete nahe der Stadt Chania, östlich von Malame. Nach heftigen Kämpfen gelang es dem Regiment am 24. Mai 1941, die Höhenzüge und das Dorf Golatas einzunehmen. Am folgenden Tag griff das Regiment zusammen mit Teilen der Gebirgsdivision 5, die nahe Malame gelandet war, die Stadt Chania an. Noch am selben Tag wurden die Stadt Chania, der Hafen und die Bucht von Suda eingenommen. Am 1. Juni 1941 war die gesamte Insel Kreta besetzt.

Im Juni 1941 kehrte das Regiment zu seinen Stützpunkten in Deutschland zurück, um die Verluste aus den Kämpfen um Kreta auszugleichen. Josef Hollesch aus Klein Hoschütz nahm ebenfalls an diesen Kämpfen teil, zusammen mit Rudolf, der bei der Landung schwer verwundet wurde und später ein Bein verlor. Ende September wurde das Regiment an die Ostfront verlegt und der Heeresgruppe „Nord“ zugeteilt. Am 1. Oktober 1941 erreichte es die Newa (Of Leningrad/Russland). Das Regiment unterstand weiterhin der 7. Fliegerdivision. Während der russischen Offensive im Januar 1942 wehrte das Regiment alle russischen Angriffe auf Witebsk (Of Witebsk/Belarus) und Smolensk (Of Smolensk/Russland) ab. Am 30. März 1943 wurde das Regiment von der Front in die Normandie (Frankreich) zurückgezogen. Hier wurde die Luftdivision am 1. Mai 1943 in 1. Fallschirmjäger-Division umbenannt.

Anfang Juni 1943 wurde das Regiment per Zug in die Nähe von Rom verlegt und anschließend per Flugzeug zum Flughafen Catania auf Sizilien gebracht. Dort bezog es eine Verteidigungsstellung gegen die landenden Truppen der britischen 8. Armee. Es kämpfte gemeinsam mit der Panzerdivision „Hermann Göring“. Aufgrund des starken Drucks der Alliierten musste es sich jedoch nach Osten zurückziehen. Mitte August 1943 überquerte das Regiment im Raum Messina die Grenze zu Italien und zog sich dann durch Kalabrien nach Norden zurück. Nach der alliierten Landung bei Salerno am 9. September 1943 wurde das Regiment in dieses Gebiet verlegt. Die Kämpfe am Brückenkopf von Salerno dauerten bis zum 17. September 1943. Das Regiment wurde daraufhin von der Front abgezogen und nach Apulien verlegt, um dort Verteidigungsstellungen gegen die britische Luftlandedivision zu beziehen, die im Golf von Tarent gelandet war.

Am 6. Oktober 1943 ereignete sich ein Unfall, bei dem Rudolf verletzt wurde (Bruch des linken Schlüsselbeins). Er wurde im Feldlazarett des 1. Bataillons des 522. motorisierten Regiments in Bagni di Casciana behandelt. Nach seiner Rückkehr zur Einheit war das Regiment in die Kämpfe bei den Städten Ortona und Orsogna an der Adriaküste verwickelt. Zu dieser Zeit wurde die sogenannte Gustav-Linie errichtet, deren Zentrum Monte Casino bildete. Die Kämpfe um Monte Casino begannen am 25. Januar 1944. Am 1. Februar 1944 wurde das Regiment zusammen mit der gesamten Division von Stellungen an der Adria in Kampfstellungen im Abschnitt Monte Casino verlegt. Am 17. Mai 1944 wurde Rudolf nordöstlich von Monte Carlo leicht verwundet (durch einen Granatsplitter im Gesicht). Nach seiner Behandlung blieb er bei seiner Einheit. Die Kämpfe um Monte Carlo endeten am 18. Mai 1944 mit der Einnahme des Gipfels. Das Regiment zog sich daraufhin über den Apennin in das Gebiet südlich von Arezzo und anschließend nach Rimini zurück.

Hier, am 17. September 1944 – 2 km westlich des Flughafens von Rimini –, wurde Rudolf bei einem Artilleriebeschuss schwer am rechten Bein und am Mittelfinger der rechten Hand verwundet. Infolge dieser Verletzung verlor Rudolf sein rechtes Bein. Am 31. Oktober 1944 wurde er zum Fallschirmjäger-Ersatzbataillon 1 in Arschersleben/Sachsen-Anhalt versetzt. Das Bataillon unterstand der Fallschirmjäger-Division 20.

Er war Zugführer bei der Einheit

† 12.09.1981  Troppau

Vyznamenání:

  • EK-2. Klasse
  • Fallschirmschützen-Abzeichen

(Eltern: Franz Kaschny * 19.08.1878 † 22.06.1928 und Elisabeth * 16.01.1879 † 02.02.1942)

 

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