- Geboren:
- 23.06.1909, Kauthen
- Verstorben:
- 31.03.1963,
- Rang:
- Obergefreiter
- Residenz:
- Kauthen
- Heeresgattung:
- Heer
- Truppengattung:
- Infanterie
- Geschwister:
- Max Willaschek 1910
Paul Willaschek trat am 4. Februar 1942 in die Wehrmacht ein. Er wurde der 2. Kompanie des Feldersatzbataillons 131/1 zugeteilt. Das Bataillon unterstand der 131. Infanteriedivision. Nach kurzer Zeit wurde er zur 7. Kompanie des Infanterieregiments 432 versetzt. Auch dieses Regiment unterstand der 131. Infanteriedivision. Die Division war zu dieser Zeit als Teil der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront in Russland im Einsatz. In der ersten Jahreshälfte 1942 war die Division in Kämpfe nahe der Städte Kostino und Juchnow (beide Oblast Kaluga/Russland) verwickelt und führte einen langwierigen Stellungskrieg mit russischen Einheiten um die strategisch wichtige Eisenbahnlinie zwischen Juchnow (Oblast Kaluga/Russland) und Roslawl (Oblast Smolensk/Russland). Zwischen März und Juni 1942 kämpfte die Division außerdem gegen Partisanen im Rücken der 4. Armee. Im Sommer 1942 wurde eine Einheit der Division zusammen mit einer deutschen Fallschirmjägereinheit nördlich von Spas-Demensk (Oblast Kaluga/Russland) eingekesselt und vernichtet.
Paul wurde dabei leicht verwundet und von seiner Einheit versorgt. Am 27. Juli 1942 erlitt Paul nahe des Dorfes Dubrowo (Oblast Kaluga/Russland) eine zweite, diesmal schwerere Verwundung. Er wurde von einer Infanteriekugel in den linken Oberschenkel getroffen. Er wurde zur Behandlung in das Reserve-Kriegslazarett Lowitsch (heute Lowicz, Woiwodschaft Łódź/Polen) und anschließend in das Reserve-Lazarett XXI Wien II – Große Mohrengasse verlegt, wo er am 19.08.1942 eintraf. Zur Weiterbehandlung wurde er am 25.09.1942 in das Reserve-Lazarett XVII Wien und am 09.03.1943 in das Reserve-Lazarett XV Wien Hofburg verlegt, wo er bis zum 21.11.1943 behandelt wurde.
Anschließend wurde er dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 17 in Braunschweig/Niedersachsen zugeteilt. Das Bataillon war der Division 471 unterstellt. Am 6. Januar 1944 wurde es der Kraftfahr-Abteilung des Heeres (3. Kompanie Kraftfahr-Abteilung beim Heer Pz. Za. Kön.) und im Sommer 1944 dem Festungsmaschinengewehr-Bataillon 31/111 zugeteilt. Das Bataillon wurde am 25. August 1944 im Wehrkreis XII als Heeresverband mit drei Maschinengewehrkompanien und einer schweren Kompanie aufgestellt. Es war mit 46 Maschinengewehren und 12 Granatwerfern ausgerüstet. Am 20. September 1944 wurde das Bataillon in der Eifel nahe Bitburg/Rheinland-Pfalz im Bereich der 7. Armee verlegt.
Am 28.10.1944 wurde das Bataillon aufgelöst und seine Überreste in die 49. Infanteriedivision eingegliedert. Ab dem 11.09.1944 hielt die Division Stellungen nordwestlich von Aachen. Im November 1944 war sie in schwere Abwehrkämpfe bei Würselen verwickelt und musste sich anschließend zur Ruhr zurückziehen. Am 05.12.1944 wurde die Division aufgelöst und die verbliebenen Einheiten in die neu aufgestellte 246. Volksgrenadierdivision eingegliedert. Im Dezember 1944 war die Division in Verteidigungskämpfen im Raum Zülpich/Nordrhein-Westfalen, im Januar bei Schoppen/Belgien und im Februar 1945 bei Ormont/Rheinland-Pfalz eingesetzt.
Am 27. Februar 1945 wurde die Division der 7. Armee in der Eifel unterstellt. Anfang März 1945 hielt sie eine Stellung bei Scheid/Rheinland-Pfalz, doch die Überreste der Division konnten die Front nicht mehr halten und mussten sich hinter den Rhein zurückziehen. Am 26. März 1945, als amerikanische Truppen den Rhein überquerten, war die Division bereits als Kampfgruppe mit 400 Mann im Raum Weinheim/Baden-Württemberg in Verteidigungskämpfe verwickelt. Am 28. März 1945 geriet sie im Odenwald/Hessen unter Beschuss der amerikanischen Armee, musste sich aber am 29. März 1945 hinter die Nekar zurückziehen. Am 3. April 1945 befand sich die Gruppe im Raum Heilbronn/Baden-Württemberg. Von dort wurde sie von amerikanischen Truppen in das Gebiet zwischen Schorndorf und Waiblingen/Baden-Württemberg zurückgedrängt.
Hier geriet Paul am 7. April 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 6. September 1946 befreit wurde. Im Februar 1947 kehrte er in die Heimat zurück.
Auszeichnungen:
- Verwundeten-Abzeichen in Schwarz
(Mutter: Antonie Willaschek * 03.11.1882 , Ehefrau : Marie Langar * 09.02.1907 † 14.04.2004)
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