Watzlawik Johann 10

Geboren:
09.10.1910, Deutsch Krawarn
Verstorben:
29.03.1976,  Třinec-Nebory
Rang:
Obergefreiter
Heeresgattung:
Heer
Truppengattung:
Infanterie

Johann August Watzlawik lebte seit 1918 in Kauthen (Kouty). 1933 heiratete er und zog nach Kravař (Deutsch Krawarn). 1934 diente er in der tschechoslowakischen Armee im Infanterieregiment Nr. 15 in Nový Jičín. Am 18. April 1940 trat er in die Wehrmacht ein. Laut Bericht vom 7. Juli 1940 wurde er der 1. Kompanie des Infanterie-Ersatzbataillons 84 in Cosel/Oberschlesien (heute Kedzierzin-Kožle, Woiwodschaft Opole/Polen) zugeteilt. Das Bataillon unterstand zunächst der Division 168, später der Division 148 und ersetzte die sogenannte schlesische Infanteriedivision, die 8. Infanteriedivision „Schlesische Division“. Laut einem Bericht vom 20.09.1940 wurde er zur 1. Bau-Ersatz-Bataillon 28 des Baubataillons in Neisse/Niederschlesien (heute Nysa, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) versetzt. Das Bataillon unterstand der Division 148. Einem weiteren Bericht vom 27.09.1940 zufolge wurde er zur 1. Bau-Bataillon 95 des Baubataillons versetzt, wo er als Funker diente.

Am 25.10.1940 erkrankte Johann an einer Kochsalzinfektion und wurde bis zum 29.10.1940 im Feldlazarett Douai behandelt. bis zum 1. November 1940 im Militärkrankenhaus in Lille (beide Département Nord, Region Hauts-de-France/Frankreich) und ab dem 1. November 1940 im Militärkrankenhaus in Pützchen-Bonn/Nordrhein-Westfalen (Nordrhein-Westfalen), wo er am 7. Januar 1941 erneut zum Militärdienst eingezogen wurde. Nach kurzer Zeit verschlechterte sich Johanns Gesundheitszustand jedoch aufgrund einer Kochmarkenentzündung. Er wurde daraufhin vom 7. Mai bis 1. Juni 1941 in Königsberg/Ostpreußen (heute Kaliningrad/Russland), vom 3. Juni bis 11. Juli 1941 in Bad Liebenstein/Thüringen, vom 11. Juli bis 6. September 1941 in Erfurt/Thüringen und vom 8. September 1941 bis 20. März 1942 im Sanatorium und Lazarett Oberhof/Thüringen behandelt. Einem Bericht vom 14. April 1942 zufolge wurde er anschließend der Genesungskompanie des 2. Genesendenkompanie des Bauersatzbataillons zugeteilt. Bau-Ersatz-Bataillon 28 nach Metz/Lothringen (Lothringen, heute Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich).

Nach seiner Genesung wurde er laut einem Bericht vom 8. Juli 1942 zunächst der Infanterie-Pionier-Ersatz-Kompanie 148 und anschließend der leichten Batterie der Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 zugeteilt. Beide Einheiten waren in Metz/Lothringen (Lothringen, heute Frankreich) stationiert. Die Artillerieeinheit unterstand der Division 148. Laut einem Bericht vom 29. September 1942 wurde er erneut versetzt, diesmal zur Batterie des Artillerie-Regiments 8. Dieses Regiment unterstand der Jäger-Division 8. Diese Division wurde am 30. Juni 1942 aufgestellt. Die 8. Leichte Infanteriedivision wurde im Dezember 1941 durch Umbenennung der ursprünglichen Infanteriedivision – der 8. Infanteriedivision – aufgestellt. Die Division wurde an der Ostfront als Teil der Heeresgruppe „Nord“ eingesetzt. Ab August 1942 bot das Gebiet südöstlich von Staraja Russa nahe dem Dorf Ramuschewo (Gebiet Nowgorod/Russland) Zugang zum Demjansker Kessel.

Am 3. Februar 1943 erkrankte Johann erneut an einer Kochmarkenentzündung. Er wurde daraufhin vom 3. bis 28. Februar 1943 im Reservelazarett in Troppau/Sudetenland (heute Opava/Tschechische Republik), vom 1. März bis 13. April 1943 im Reservelazarett in Luipoldbad Oberdorf/Bayern (Bayern) und anschließend im Krankenhaus behandelt. Vom 13.04. bis 26.11.1943 befand er sich im Lazarett Kempten/Bayern. Laut einem Bericht vom 13.12.1943 wurde er zur Weiterbehandlung in die Genesungsbatterie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 18 in Bunzlau/Niederschlesien (heute Bolesławiec, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) verlegt. Laut einem Bericht vom 05.01.1944 wurde Johann innerhalb der Einheit zur Stammbatterie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 18 versetzt. Beide Einheiten unterstanden der Division 408.

Laut einem Bericht vom 26.09.1944 wurde er zurück zur Kompanie seines Artillerieregiments, der 7. Kompanie des Artillerie-Regiments 8, versetzt. Am 6. Oktober 1944 wurde er zur leichten Kolonne des Jagdregiments – dem leichten Jäger-Regiment 38 – und laut Bericht vom 14. Dezember 1944 zur Nachschubkompanie – der 8. Jäger-Division – versetzt. Regiment und Kompanie unterstanden weiterhin der 8. Jäger-Division. Die Division zog sich im September 1944 von den Ostkarpaten nach Seljatyn (Gebiet Tschernigow/Ukraine) zurück. Im Oktober 1944 erfolgte der Rückzug nach Ungarn (später Tarcal, später Eger) und im Januar 1945 in die Slowakei. Kriegsende befand sich die Division in Mähren.

† 29. März 1976 Třinec-Nebory

(Eltern: August Watzlawik * 30. März 1885 † 27. Mai 1961 und Antonie Mura *) 26.12.1890 † 14.05.1934, Ehefrau: Marie Kotzian * 09.05.1913 † 08.10.2001)

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