- Geboren:
- 02.06.1920, Deutsch Krawarn
- Verstorben:
- 22.05.1990,
- Rang:
- Unteroffizier
- Residenz:
- Deutsch Krawarn
- Heeresgattung:
- Heer
Johann Urbanczik leistete vom 1. Oktober 1939 bis zum 1. August 1940 seinen Wehrdienst im Reichsarbeitsdienst (RAD). Am 5. Februar 1941 trat er in die Wehrmacht ein. Laut einem Bericht vom 3. März 1941 wurde er der 3. Kompanie des Infanterie-Ersatzbataillons 472 in Mülhausen/Elsaß (Elsass, heute Mulhouse, Département Haut-Rhin, Region Grand Est/Frankreich) zugeteilt. Das Bataillon unterstand der Division 158. Später wurde er zur Schützenkompanie des 2. Schützen-Ersatzbataillons 452 in Pfalzburg/Lothringen (Lothringen, heute Phalsbourg, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) versetzt. Das Bataillon war der Division 148 unterstellt.
Am 7. Mai 1941 wurde es dem Gebirgsjäger-Ersatz-Regiment 138 in Marburg an der Drau (Untersteiermark-Ostmark, heute Maribor/Slowenien) unterstellt. Dieses Regiment war der Division 188 unterstellt. Am 3. Juni 1941 erfolgte eine weitere Verlegung zur Aufklärungs-Ersatz- und Ausbildungsabteilung 15. Am 5. November 1941 wurde es einer Kompanie des Infanterieregiments 183 (3. Kompanie) zugeteilt. Dieses Regiment war der Infanteriedivision 62 unterstellt. Zu dieser Zeit war die Division als Teil der Heeresgruppe Süd an der Ostfront bei Poltawa (Region Poltawa/Ukraine) stationiert. Im Januar 1942 rückte die Division nach Charkow (Region Charkow/Ukraine) vor, wo sie bis Mai 1942 in Stellungskriege verwickelt war. Nach Beginn der Sommeroffensive stieß die Division bis zum Fluss Oskol bei Walujki (Region Belgorod/Russland) und weiter bis zum Don vor.
Ende Juni 1942 wurde Johann 1 km südlich von Komissarowo verwundet (durch einen Schuss in den Rücken). Er wurde am 30. Juni 1942 vom Hauptverbandsplatz (HVPl.) an der Front zur Behandlung ins Hinterland transportiert. Bis zum 15. Juli 1942 wurde er in einem Militärkrankenhaus in Lauberg/Bayern (Bayern), anschließend im Lazarett Stetin/Pommern (Pommern, heute Stettin, Woiwodschaft Westpommern/Polen) und ab dem 25. Juli 1942 im Lazarett Graal-Müritz/Mecklenburg-Vorpommern (Mecklenburg-Vorpommern) behandelt. Am 21. August 1942 wurde er zur Weiterbehandlung in die Genesungskompanie des Infanterieersatzbataillons Genesenden (Infanterie-Ersatz-Bataillon 183) in Saarburg/Lothringen (Lothringen, heute Sarrebourg, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) verlegt. Das Bataillon war der Division 148 unterstellt. Am 2. Oktober 1942 wurde es nach weiterer Behandlung in die Stammkompanie des Infanterieersatzbataillons 183 (Stammkompanie Infanterie-Ersatz-Bataillon 183) und am 12. Oktober 1942 in die Marschkompanie desselben Bataillons (Marschkompanie Infanterie-Ersatz-Bataillon 183) eingegliedert.
Am 14. November 1942 kehrte Johann zu seiner Einheit an die Ostfront zurück. Die 62. Infanteriedivision war zu diesem Zeitpunkt am Don bei Kasanskaja (Region Rostow/Russland) stationiert. Nach Beginn einer Großoffensive der Russen zur Einkesselung der 6. Armee bei Stalingrad musste sich die Division von ihren Stellungen zurückziehen und sich dem Rückzug der 8. Italienischen Armee anschließen. Am Fluss Tschir wurde die Division eingekesselt und weitgehend vernichtet. Am 18. Januar 1943 erlitt Johann eine zweite Verwundung (ein Granatsplitter traf ihn am Oberschenkel). Er wurde ins Hinterland verlegt und im Lazarett III in Lauberg/Bayern (Bayern) behandelt. Am 2. Februar 1943 wurde er zur weiteren Behandlung in die Genesungskompanie des Grenadierersatzbataillons 476 (Genesenden Kompanie-Grenadier-Ersatz-Bataillon) in Leitmeritz/Sudetenland (heute Litoměřice/Tschechische Republik) verlegt. Das Bataillon unterstand der Division 404.
Nach weiterer Behandlung wurde er der Marschkompanie des Grenadierersatzbataillons 476 (Leitmeritz/Sudetenland, heute Litoměřice/Tschechische Republik) zugeteilt und kehrte an die Ostfront zurück. Dort wurde er der 3. Kompanie des Grenadierregiments 574 zugeteilt. Dieses Regiment unterstand der Infanteriedivision 304. Zu jener Zeit war diese Infanteriedivision in Kämpfe der Heeresgruppe Süd am Fluss Mius nahe Stalino (heute Donezk, Oblast Donezk/Ukraine) verwickelt. Im Oktober 1943 erlitt Johann in der Nähe von Saporischschja (Oblast Saporischschja/Ukraine) seine dritte Verwundung (ein Granatsplitter traf ihn am Bein). Er wurde ins Lazarett in Winnyzja (Oblast Winnyzja/Ukraine) gebracht, wo ihm am 26. Oktober 1943 das rechte Bein amputiert werden musste. Am 13. November 1943 wurde er anschließend ins Lazarett in Königshütte/Oberschlesien (heute Chorzów, Woiwodschaft Schlesien/Polen) verlegt. Am 23.11.1943 wurde er innerhalb des Regiments zur 2. Kompanie des Grenadierregiments 574 versetzt.
Ab dem 11.12.1943 wurde er im Lazarett in Ratibor/Oberschlesien (heute Racibórz, Woiwodschaft Schlesien/Polen) behandelt. Ab dem 31.03.1944 wurde er im Lazarett in Deutsch Krawarn/Oberschlesien (heute Kravaře/Tschechische Republik) behandelt. Dieses Lazarett unterstand dem Lazarett Troppau/Sudetenland (heute Opava/Tschechische Republik). Am 30.11.1944 wurde er zur Stammkompanie des Infanterie-Ersatzbataillons 234 in Brüx/Sudetenland (heute Most/Tschechische Republik) versetzt. Das Bataillon war der Division 404 unterstellt. Am 19.01.1945 wurde Johann zur Entlassungsstelle 4/VIII Gleiwitz-Riebnig/Oberschlesien (heute Gliwice und Rybnik, Woiwodschaft Schlesien/Polen) versetzt und aus der Armee entlassen.
† 22.05.1990
(Mutter: Marie Urbanczik * 30.07.1901, Tochter von Johann Urbanczik * 24.04.1869 † 17.03.1938 und Beata Weczerek * 28.01.1872 † 28.12.1949, Ehefrau Katharina Galda * 01.09.1925 Benkowitz)
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