- Geboren:
- 02.02.1917, Deutsch Krawarn
- Verstorben:
- , Gegend/Osterreich
- Gefallen:
- Vermisst 1945
- Rang:
- Unteroffizier
- Residenz:
- Deutsch Krawarn
- Heeresgattung:
- Heer
- Truppengattung:
- Infanterie
- Geschwister:
- Josef Stoklassa 1903
Karl Stoklassa (Stocklassa) trat in die Wehrmacht ein und wurde der 12. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 372 in Oppeln/Oberschlesien (heute Opole, Woiwodschaft Opole/Polen) zugeteilt. Das Bataillon unterstand der Division 168. Nach seiner Ausbildung wurde er zur 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 226 versetzt. Dieses Regiment unterstand der Infanteriedivision 79. Die Division wurde am 26. August 1939 aufgestellt. Zu Kriegsbeginn im September 1939 wurde die Division nach Westen verlegt und der 1. Armee innerhalb der Heeresgruppe C im Gebiet zwischen Merzig und St. Ingbert/Saarland zugeteilt. Die Division verblieb dort bis Juni 1940. Ab dem 15. Juni 1940 nahm sie am Westfeldzug teil. Die Regimenter der Division griffen die Maginot-Linie südlich von Saarbrücken/Saarland an. Nach dem Durchbruch der Maginot-Linie rückte die Division nach Nancy (Département Meurthe-et-Moselle, Region Grand Est/Frankreich) und von dort nach Épinal (Département Vosges, Region Grand Est/Frankreich) vor.
Nach dem Ende des Westfeldzugs verblieb die Division als Sicherungstruppe im Raum Langres (Département Haute-Marne, Region Grand Est/Frankreich). Im Mai 1941 wurde die Division nach Klagenfurt/Ostmark (Kärnten/Österreich) verlegt und für den Balkanfeldzug vorbereitet. Da dieser jedoch schneller als geplant beendet wurde, nahm die Division nicht daran teil. Im Juli 1941 verlegte die Division nach Polen in die Gegend um Lemberg (heute Lwiw, Oblast Lwiw/Ukraine) und wurde dort als Reserve der Heeresgruppe Süd eingesetzt. Im August 1941 wurde die Division der 6. Armee in die Gegend um Tschernobyl nördlich von Kiew (Oblast Kiew/Ukraine) unterstellt und nahm an der Einkesselung der russischen Truppen im Kiewer Kessel teil. Dabei gerieten 600.000 russische Soldaten in Gefangenschaft. Anschließend rückte die Division über Krementschuk (Oblast Poltawa/Ukraine) zum Fluss Siwerski Donez und weiter nach Belgorod (Oblast Belgorod/Russland) vor. Dort verblieb die Division bis zum Sommer 1942.
Am 11. Februar 1942 erkrankte Karl an Gelbsucht. Er wurde im Feldlazarett mot. 179 in Charkiw (Of Charkiw/Ukraine) behandelt. Am 14. Mai 1942 wurde er mit einem Lazarettzug zur Krankensammelstelle I in Krakau (Generalgouvernement, heute Krakau, Woiwodschaft Kleinpolen/Polen) transportiert. Dort wurde er am 23. Mai 1942 zur Behandlung in das Reserve-Kriegslazarett II Krakau (heute Krakau, Woiwodschaft Kleinpolen/Polen) verlegt. Nach seiner Genesung am 12.06.1942 wurde er dem Infanterie-Ersatzbataillon 226 in Nancy/Lothringen (Lothringen, heute Département Meurthe-et-Moselle, Region Grand Est/Frankreich) zugeteilt. Das Bataillon unterstand der Division 182.
Am 17.07.1942 wurde Karl zur weiteren Behandlung seiner Gelbsucht erneut in das Reservelazarett in Nancy (Lothringen, heute Département Meurthe-et-Moselle, Region Grand Est/Frankreich) eingeliefert. Am 7. August 1942 wurde er dem Infanterie-Ersatzbataillon 226 zugeteilt. Anschließend wurde er in eine Kompanie des Divisions-Füsilierbataillons 35, 1. Kompanie, versetzt. Das Bataillon unterstand der 35. Infanteriedivision. Die Division war zu dieser Zeit als Teil der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront nördlich von Gschatsk (heute Gagarin, Oblast Smolensk/Russland) stationiert. Dort, nahe dem Dorf Kluschino, war sie 1942 in Stellungskämpfe verwickelt. Mit der Evakuierung der Front bei Rschew (Oblast Twer/Russland) im Frühjahr 1943 zog sich die Division in das Gebiet östlich von Dorogobusch (Oblast Smolensk/Russland) zurück. Hier, im Abschnitt zwischen den Flüssen Osma und Dnepr, nahm sie bis Ende August 1943 an schweren Verteidigungskämpfen teil. Ab September 1943 beteiligte sich die Division am Rückzug der 4. Armee über den Fluss Sosch südlich von Smolensk.
Nach weiteren Verteidigungskämpfen im Abschnitt Pronja/Belarus wurde die Division Ende Oktober 1943 in das Gebiet um Mogilew (Region Mogilew/Belarus) verlegt, wo sie bis Juni 1944 an den Grabenkämpfen bei Drybin teilnahm. Zu Beginn der russischen Sommeroffensive am 22. Juni 1944 wurden die Stellungen der Division durchbrochen. Sie musste sich daraufhin unter schweren Verlusten aus dem Kessel von Babruisk (Region Mogilew/Belarus) nach Westen durchkämpfen. Mitte Juli 1944 erreichte sie über Pinsk (Region Brest/Belarus) das Gebiet Brest-Litowsk (Region Brest/Belarus). Dort wurde die Division neu formiert, aufgefrischt und wiederbewaffnet. Anschließend bezog sie eine Verteidigungsstellung im Raum Brest-Litowsk. Im September 1944 zog sich die Division an den Fluss Narew im Gebiet zwischen den Städten Różan und Pułtusk (Woiwodschaft Masowien/Polen) zurück. Mitte Januar 1945 musste sie sich nach Westpreußen zurückziehen. Der Marsch führte durch Graudenz (heute Grudziądz, Woiwodschaft Kujawien-Pommern/Polen) und Marienburg/Westpreußen (Westpreußen, heute Malbork, Woiwodschaft Pommern/Polen), vorbei an Dirschau/Westpreußen (heute Tczew, Woiwodschaft Pommern/Polen) und in den Raum Danzig/Westpreußen (heute Gdańsk, Woiwodschaft Pommern/Polen). Ein Teil der Division wurde per Schiff auf die Halbinsel Hela/Westpreußen (heute Hel, Woiwodschaft Pommern/Polen) transportiert und musste sich dort am Ende des Krieges ergeben. Ein weiterer Teil der Division wurde nach Schleswig-Holstein evakuiert. Der Rest der Division geriet hier in der Nähe von Danzig in russische Gefangenschaft.
Karl gilt seit 1945 in der Gegend/Ostmark-Niederdonau (heute Niederösterreich/Österreich) als vermisst.
Auszeichnungen:
- Winterschlacht-Medaille 1941-42
- Verwundeten-Abzeichen in Schwarz
- Rettungsmedaille
(Eltern: Josef Stoklassa *05.01.1871 und Antonie Weczerek *19.07.1878)

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