- Geboren:
- 06.11.1910, Kauthen
- Verstorben:
- 25.11.1996,
- Rang:
- Stabsgefreiter
- Residenz:
- Kauthen
- Heeresgattung:
- Heer
- Truppengattung:
- Artillerie
- Gefangenschaft:
- Italien
- Rückkehr:
- 1
- Geschwister:
- Emil Stoklassa 1909, Gerhard Stoklassa 1927, Johann Stoklassa 1919
Josef Stoklassa (Stocklassa) diente von 1930 bis 1932 in der tschechoslowakischen Armee (Artillerieregiment 8 in Hranice). Im September 1941 trat er in Metz/Lothringen (Lothringen, heute Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) in die Wehrmacht ein.
Er wurde einer leichten Batterie der Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 (5. leichte Batterie Artillerie-Ersatz-Abteilung 8) zugeteilt. Diese unterstand der Division 148. Später wurde er zur 2. Batterie Herren Küstenartillerie-Abteil 774 (2. Batterie Herren Küstenartillerie-Abteil 774) versetzt. Diese Einheit bestand aus einem Stab und drei Batterien. Jede Batterie war mit vier 10,5-cm-Geschützen 331 (f) und sechs 15,5-cm-Geschützen 416 (f) ausgestattet. Die Einheit unterstand der 11. Armee. Die Armee war vom 24. Mai bis zum 22. Juni 1941 in Rumänien im Einsatz. Ihre Aufgabe war der Schutz der rumänischen Ölfelder bei Ploiești vor einem möglichen sowjetischen Angriff.
Am 12. Dezember 1941 erkrankte Josef an einer Ischiasnervenentzündung. Er wurde in das motorisierte Lazarett 2. Kriegslazarett (mot.) 603 in Bukarest verlegt. Am 17. Dezember 1941 wurde er mit dem Lazarettzug 633 in das Reservelazarett II in Nürnberg verlegt, wo er bis zum 27. Februar 1942 behandelt wurde.
Anschließend wurde er zur Artillerie-Ersatz-Abteilung 69 in Mannheim (Baden-Württemberg) versetzt. Die Einheit war der Division 172 unterstellt. Anschließend wurde sie der Batterie des Artillerieregiments 34, der 9. Batterie, zugeteilt. Dieses Regiment unterstand der Infanteriedivision 34. Zu dieser Zeit zog sich die Division von Juchnow (Gebiet Kaluga/Russland) nach Ugra (Gebiet Smolensk/Russland) zurück. In den folgenden Monaten bis Ende Januar 1943 war die Division in Grabenkämpfe zwischen Roslawl (Gebiet Smolensk/Russland) und Juchnow (Gebiet Kaluga/Russland) verwickelt. Ende Januar 1943 verlegte die Division an den Fluss Zuscha nordöstlich von Orel (Gebiet Orel/Russland). Dort war sie erneut in Grabenkämpfe beidseits von Mzensk (Gebiet Orel/Russland) verwickelt.
Nach Beginn der russischen Sommeroffensive Mitte Juli 1943 zog sich die Division über Karatschew nach Brjansk (beide Oblast Brjansk/Russland) zurück. Im September 1943 wurde sie nach Poltawa (Oblast Poltawa/Ukraine) verlegt. Dort nahm sie an Kämpfen bei den Dörfern Tarasiwka, Lewtschenko und Udowitschenki teil. Im Oktober 1943 zog sich die Division zum Dnjepr zurück. Anfang 1944 befand sie sich im Gebiet um Tscherkassy (Of Tscherkassy/Ukraine). Anschließend zog sie sich über Uman (Of Tscherkassy/Ukraine) zum Bug zurück. Beim Überqueren des Bugs erlitt die Division schwere Verluste.
Anschließend zog sie sich als Kampfgruppe über den Dnjestr nach Chișinău/Moldau zurück. Anschließend wurden die Überreste der Division auf den Truppenübungsplatz Neuhammer/Niederschlesien (Niederschlesien, heute Świętoszów, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) verlegt, wo die Division neu aufgestellt und verstärkt wurde. Am 11. Juni 1944 verlegte die Division in die Gegend um Genua (Region Lignere/Italien), um die Küste zu sichern. Ab Mitte August 1944 verteidigte die Division die Küste im Gebiet Col-de-Ferro – Grimaldi – Ventimiglia – San Remo (alle in der Region Lignere/Italien).
Im April 1945 geriet der Großteil der Division westlich von Como (Region Lombardei/Italien) in amerikanische Gefangenschaft. Josef geriet in italienische Gefangenschaft und wurde im August 1945 freigelassen.
† 25.11.1996
Auszeichnungen:
- KVK-2. Klasse mit Schwerten
(Eltern: Josef Stoklassa *15.01.1875 †26.12.1943 und Johanna Thiemel *11.10.1887 †06.05.1960, Ehefrau: Gertrud Halfar *03.09.1912 †25.02.1992)

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