- Geboren:
- 31.01.1909, Kauthen
- Grablage:
- Branitz/Oberschlesien
- Verstorben:
- 14.03.1943, Reserve Lazarett Branitz/ Oberschlesien
- Rang:
- Obergefreiter
- Residenz:
- Kauthen
- Heeresgattung:
- Heer
- Geschwister:
- Josef Stoklassa 1910, Johann Stoklassa 1919, Gerhard Stoklassa 1927
Emil Stoklassa (Stocklassa) diente vor dem Krieg in der tschechoslowakischen Armee. Er trat in die Wehrmacht ein und wurde der 1. Pionier-Ersatz-Bataillon 8 des Pionier-Ersatz-Bataillons in Breslau/Niederschlesien (heute Wrocław, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) zugeteilt. Das Bataillon wurde am 28. August 1939 aufgestellt und der Division 158 unterstellt. Anschließend wurde er zur Stabskompanie des Infanterieregiments 380 versetzt. Dieses Regiment war der Infanteriedivision 215 unterstellt. Anfang 1940 operierte die Division als Teil der 7. Armee am Westwall im Oberrheingebiet zwischen Karlsruhe und Baden-Baden/Baden-Württemberg. Im Januar 1940 wurde die Division der 1. Armee unterstellt und an die französische Grenze in die Gegend um Bad Bergzabern/Rheinland-Pfalz (Rheinland-Pfalz) verlegt. Dort war sie in die ersten Vorstöße mit der französischen Armee verwickelt. Während der ersten Phase des Westfeldzugs hielt die Division ihre Stellungen und war bis zur zweiten Phase im Einsatz. Am 14. Juni 1940 durchbrach sie die französischen Stellungen zwischen Bitsch/Lothringen (Lothringen, heute Bitche, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) und Hagenau/Elsass (Elsass, heute Haguenau, Département Bas-Rhin, Region Grand Est/Frankreich). Die Division nahm an weiteren Kämpfen an der Bruche (Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) und am Donon in den Vogesen/Elsass (Elsass, heute Département Bas-Rhin, Region Grand Est/Frankreich) teil.
Nach dem Ende des Westfeldzugs verblieb die Division als Besatzungstruppe im Raum Belfort (Département Territoire de Belfort, Region Franche-Comté/Frankreich). Ab November 1940 operierte sie in Nevers (Département Nièvre, Region Burgund-Franche-Comté/Frankreich) und Besançon (Département Doubs, Region Burgund-Franche-Comté/Frankreich). Im Oktober 1941 absolvierte das Infanterieregiment 380 ein intensives Training auf dem Truppenübungsplatz Waldahon (Département Doubs, Region Burgund-Franche-Comté/Frankreich). Im November 1941 wurde die Division an die Ostfront in Nordrussland nach Wolchow (Region Leningrad/Russland) verlegt und der Heeresgruppe „Nord“ zugeteilt. Unmittelbar nach der Verlegung nahm die Division an den schweren Kämpfen bei Tschudow (Gebiet Nowgorod/Russland) und den Kämpfen um Tichwin (Gebiet Leningrad/Russland) teil. Ende Dezember 1941 zog sich die Division aus diesem Gebiet in das Dorf Grusino am Fluss Wolkow zurück. Während der Kämpfe um Tichwin erlitt sie aufgrund der strengen Fröste schwere Verluste an Gefallenen und Erfrierungen. Anschließend war sie in Verteidigungs- und weitere schwere Kämpfe bei Kolomno, Sloboda, Mostki, Spasskaja Polisť und Dymno (Gebiet Nowgorod/Russland) verwickelt.
Am 15. Oktober 1942 wurde das Infanterieregiment in Grenadier-Regiment 380 umbenannt. Im Juli 1942 wurde die Division nach weiteren Verlusten bei Tosno (Of Leningrad/Russland) erneuert und verstärkt. Anschließend wurde sie nach Leningrad (heute St. Petersburg/Of Leningrad/Russland) verlegt, wo sie an den Kämpfen in der Nähe der Bezirke Staro Panovo und Urizk teilnahm. Am 5. September 1942 erkrankte Emil an offener Lungentuberkulose. Er wurde in das Kriegslazarett 1/684 und am 8. September 1942 in die Krankensammelstelle Ropša (Of Leningrad/Russland) verlegt. Von dort wurde er teilweise mit dem Lazarettzug in das Reservelazarett III Königsberg-Maraunenhof/Ostpreußen (heute Kaliningrad/Ostpreußen) transportiert. Er wurde hier vom 11.09.1942 bis zum 05.10.1942 behandelt. Am 07.10.1942 wurde er dann mit einem Lazarettzug in das Reservelazarett II Breslau-Herrenprotsch/Niederschlesien (Niederschlesien, heute Wrocław, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) verlegt. Dort wurde er bis zum 20.01.1943 behandelt, als er zum Infanterie-Pionier-Ersatzregiment 5 versetzt und zur weiteren Behandlung in das auf Lungenkrankheiten spezialisierte Reservelazarett in Branitz/Oberschlesien (Oberschlesien, heute Branice, Woiwodschaft Opole/Polen) verlegt wurde.
Leider erlag er am 14.03.1943 um 10:45 Uhr seiner Krankheit (offene Lungen-Tbc und Kreislaufschwäche). Einigen Informationen zufolge wurde er nach Kauthen zurückgebracht.
Er wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Branice – Polen (Quelle: Volksbund)
(Rodiče: Josef Stoklassa * 15.01.1875 † 26.12.1943 a Johanna Thimel * 11.10.1887 † 06.05.1960)

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