- Geboren:
- 02.04.1918, Deutsch Krawarn
- Grablage:
- Tschernigow/Ukraine
- Verstorben:
- Roischtsche/Ukraine, 02.09.1941
- Rang:
- Unteroffizier
- Residenz:
- Deutsch Krawarn
- Heeresgattung:
- Heer
- Truppengattung:
- Infanterie
- Geschwister:
- Josef Stareczek 1916, Max Stareczek 1922
Richard Vincenz Stareczek trat im Herbst 1939 in Leobschütz/Oberschlesien (heute Glubczyce, Woiwodschaft Opole/Polen) in die Wehrmacht ein. Er wurde der Schützen-Ersatz-Kompanie 3/452 zugeteilt. Diese Kompanie gehörte zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 425 und war der Division 168 unterstellt. Das Bataillon ersetzte die Infanteriedivision 252. Laut Bericht vom 21.11.1939 wurde Richard zur 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 461 versetzt. Dieses Regiment war ebenfalls der Infanteriedivision 252 unterstellt. Ab Dezember 1939 befand sich die Division an der Westgrenze im Gebiet des Flusses Blies/Saar-Plalz (heute Saarland) innerhalb der Heeresgruppe C.
Zu Beginn des Westfeldzugs gegen Frankreich verblieb die Division in ihren Stellungen. Sie griff am 14. Juni 1940 in den Feldzug ein, durchbrach die Maginot-Linie bei Altweiler/Elsass (Elsass, heute Altviller, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) und überquerte den Rhein-Marne-Kanal. Anschließend rückte sie nach Badenweiler/Lothringen (Lothringen, heute Badonviller, Département Meurthe-et-Moselle, Region Grand Est/Frankreich) und weiter in die Hochvogesen (heute Vogesen) vor. Nach der Kapitulation Frankreichs am 22. Juni 1940 befand sich die Division im Gebiet um den Mont Donon. Im Juli 1940 wurde die Division ins Generalgouvernement (heute Ostpolen) verlegt. Am 8. Oktober 1940 wurde ein Drittel der Infanteriedivision – die 252. Infanteriedivision, zu der auch Richard gehörte – der 134. Infanteriedivision unterstellt.
Richard wurde der 2. Kompanie des Infanterieregiments 439 zugeteilt. Das Regiment war im Oktober 1940 im Truppenübungsplatz Grafenwöhr/Bayern aufgestellt und der 134. Infanteriedivision unterstellt worden. In der zweiten Märzhälfte 1941 verlegte die Division ins Generalgouvernement (heute Tomaszów Mazowiecki und Piotrkow Trybunalski, Woiwodschaft Łódź/Polen). Im Mai 1941 verlegte die Division nach Radom/Generalgouvernement (heute Oblast Masowien/Polen) und lagerte anschließend in einem Waldmilitärlager bei Mordy in derselben Gegend. Nach Kriegsbeginn mit Russland am 22. Juni 1941 rückte die Division innerhalb der Heeresgruppe Mitte vor. Jenseits des Bug durchbrach sie die russischen Grenzstellungen, überquerte Mielnik (Woiwodschaft Podlachien/Polen) und war vom 25. bis 29. Juni in den Gebieten um Nowy Dwor, Porozow (heute Porazawa), Podorosk und Lyskow (ehemals Polen, heute Belarus) in die ersten schweren Kämpfe verwickelt. Ab dem 4. Juli 1941 rückte die Division weiter durch Belarus über Sluzk (Oblast Minsk) vor. Am Fluss Beresina stieß die Division auf weiteren starken Widerstand. Im August 1941 rückte die Division nach Babruysk (Oblast Mohyla) und dann südwärts über Rečica und Gomel (Oblast Gomel/Belarus) in Richtung Kiew/Ukraine vor. Anfang September 1941 stieß die Division bei der Stadt Tschernihiw (Oblast Tschernihiw/Ukraine) am Fluss Desna auf heftigen Widerstand.
Richard fiel während dieser schweren Kämpfe am 2. September 1941 im Dorf Rojišče, links der Straße, 300 m von der Schule entfernt, auf dem Weg nach Chalyavyn. Er wurde noch nicht auf den neu angelegten Soldatenfriedhof umgebettet und ist weiterhin an seinem ursprünglichen Bestattungsort in der Stadt Tschernihiw (Oblast Tschernihiw/Ukraine) begraben.
Auszeichnungen:
- Sudetendeutsche-Medaille 1938
- EK 2. Klasse
(Eltern : Josef Stareczek * 15.09.1888 und Johanna Rzehaczek * 22.08.1884)

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