- Geboren:
- 15.04.1915, Sandau
- Verstorben:
- 1989, Offenbach
- Rang:
- Gefreiter
Josef Stanzel hieß ursprünglich Hriwnatzky. Da sein Name für Deutsche schwer auszusprechen war, änderte er 1942 seinen Nachnamen in Stanzel (den Geburtsnamen seiner Frau).
Er wohnte im Haus Nr. 13 in Sandau.
Vor dem Krieg, zwischen 1937 und 1938, leistete er seinen Wehrdienst in der Tschechoslowakischen Armee beim Infanterieregiment 6 „Hanácký“ in Olmütz (Olomouc) ab.
Er trat am 18. Dezember 1939 erstmals in die Wehrmacht ein und kam zum Ergänzungs-Bataillon 28 in Leobschütz (heute Głubczyce, Polen) in Oberschlesien. Im Mai 1941 wurde er ein zweites Mal zur Wehrmacht einberufen und der Schützen-Ersatz-Kompanie 2/452 in Leobschütz zugeteilt. Nach Abschluss seiner Ausbildung diente er in der 4. MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 525. Dieses Regiment war im Februar 1940 in Neuhammer aufgestellt worden, unterstand der 298. Infanterie-Division und kam unter anderem in Frankreich (Region Aisne) und Polen (Szczuczyn) zum Einsatz. Im April 1941 wurde er im Kriegslazarett 1/521 in Krakau wegen einer Krankheit behandelt. Nach seiner Genesung wurde er zur 4. MG-Ersatzkompanie des Ersatz-Bataillons 28 nach Metz (Frankreich) versetzt. Am 3. März 1944 erlitt er während eines Rückzugs über den Fluss Inhulez in der Ukraine bei der Ortschaft Zelenikoje (?) durch eine Granatexplosion eine schwere Beinverletzung, die zu einer Versteifung des Knies führte. Er wurde in Lazaretten in Glatz und anschließend in Grätz behandelt. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde er am 12. Dezember 1944 als Kriegsinvalide aus dem Militärdienst entlassen und nach Hause geschickt.
Ab 1967 lebte er in Offenbach (Westdeutschland), wo er 1989 auch starb.
Auszeichnungen:
- Verwundetenabzeichen (wir wissen jedoch nicht, welchen Grad)
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