- Geboren:
- 24.09.1913, Klein Hoschütz
- Verstorben:
- , Katunowka/Russland
- Gefallen:
- 23.07.1943
- Rang:
- Obergefreiter
- Residenz:
- Klein Hochütz
- Heeresgattung:
- Heer
Alfred Stanjura trat in die Wehrmacht ein. Er wurde dem Infanterie-Ersatzbataillon 8 in Frankfurt am Oder (Brandenburg) zugeteilt. Dieses Bataillon wurde am 26. August 1939 in Frankfurt am Oder aufgestellt und unterstand der Division 163. Später wurde Alfred zum Schützen-Regiment 13 versetzt. Dieses Regiment wurde in Mährischem Schönberg (heute Šumperk/Tschechische Republik) aufgestellt. Dort befanden sich das Hauptquartier und das 1. Bataillon. Das 2. Bataillon dieses Regiments operierte in Mährischem Trübau (heute Moravská Třebová/Tschechische Republik). Das Regiment unterstand der Panzerdivision 5. Die Division wurde am 15.11.1938 in Oppeln/Oberschlesien (heute Opole, Woiwodschaft Opole/Polen) aufgestellt und nahm an den Feldzügen in Polen, Frankreich und auf dem Balkan teil. Am 11.09.1941 wurde sie an die Ostfront nordwestlich von Roslawl (Oblast Smolensk/Russland) verlegt.
Ab dem 02.10.1941 nahm sie im Rahmen der Heeresgruppe Mitte an der Operation Taifun (Unternehmen „Taifun“) und dem Angriff auf Moskau teil. Sie stieß zunächst durch Spas-Demensk (Oblast Kaluga/Russland) vor und wandte sich dann nach Norden in Richtung Wjasma (Oblast Smolensk/Russland), wo sie an der Schlacht um die Stadt beteiligt war. Am 14.10.1941 durchbrach die Division die Moskauer Verteidigungsstellungen südlich von Wolokolamsk (Oblast Moskau/Russland). Zu dieser Jahreszeit begann die Schlammzeit, und die Kämpfe dauerten bis Mitte November 1941 an. Am 4. Dezember 1941 rückte die Division auf die Stadt Istra (Gebiet Moskau/Russland) vor, wo sie auf eine massive russische Gegenoffensive stieß. Nach heftigen Kämpfen musste sich die Division zunächst auf eine Stellung zwischen den Städten Rusa und Wolkolamsk (beide Gebiet Moskau/Russland) und dann auf die Stadt Wjasma (Gebiet Smolensk/Russland) zurückziehen, wo die schweren Kämpfe bis Ende Januar 1942 andauerten. Anschließend nahm die Division an weiteren schweren Kämpfen östlich der Stadt Belyj (Gebiet Twer/Russland) teil.
Am 5. Juli 1942 wurde das Schützenregiment in Panzergrenadierregiment umbenannt. Alfred diente in der Stabskompanie des Panzergrenadier-Regiments 13. Ab August 1942 war die Division in Kämpfe bei Sytschewka (Gebiet Smolensk/Russland) und Rschew (Gebiet Twer/Russland) verwickelt. Im Dezember 1942 nahm sie an Stellungskämpfen bei Gschatsk (heute Gagarin, Gebiet Smolensk/Russland) teil. Ab Mitte Februar 1943 führte die Division schwere Verteidigungskämpfe bei Schisdra (Gebiet Kaluga/Russland). Ende März 1943 endeten die Kämpfe in diesem Gebiet, und die Division wurde zur Wiederaufnahme der Kämpfe in die Gegend um Djatkowo (Gebiet Brjansk/Russland) verlegt. Nach Beginn der Operation „Zitadelle“ im Gebiet Kursk (Russland) wurde die Division am 3. Juli 1943 in das Dorf Kdyny (Gebiet Kaluga, Russland) verlegt, wo sie als Reserve diente. Nach Beginn der russischen Gegenoffensive musste sie in das Gebiet nördlich der Stadt Orel (Gebiet Orel, Russland) vorrücken. Im Verlauf der Verteidigungskämpfe zog sie sich in die Stadt Kirow (Gebiet Kaluga, Russland) zurück.
Während dieser Kämpfe fiel Alfred am 23. Juli 1943 im Dorf Katunowka (Gebiet Kaluga, Russland), 40 km südwestlich der Stadt Schidra (Gebiet Kaluga, Russland). Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Baranowka (Gebiet Brjansk, Russland), 30 km südöstlich der Stadt Schidra (Gebiet Kaluga, Russland), beigesetzt.
Er wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.
Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Baranowka / Kaluga – Russland
(Grabstelle: Grab Nr. 36)
Auszeichnungen:
- Panzerschützenabzeichen
- Verwundeten-Abzeichen in Schwarz
- Winterschlacht-Medaille 1941
(Eltern: August Stanjura *28.08.1873 † 26.01.1935 und Franciska Drastik * 01.04.1885, Ehefrau: )

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