Rzehaczek Emil

Geboren:
08.04.1911, Deutsch Krawarn
Verstorben:
03.10.1986, 
Rang:
Obergefreiter
Residenz:
Deutsch Krawarn
Heeresgattung:
Heer
Truppengattung:
Artillerie
Geschwister:
Franz Rzehaczek 1909, Josef Rzehaczek 1915, Paul Rzehaczek 1907

Emil Josef Rzehaczek diente von 1933 bis 1935 in der tschechoslowakischen Armee in Olomouc (Artillerieregiment Nr. 302). Er trat in die Wehrmacht ein und wurde am 11. Juli 1941 der Batterie der leichten Artillerie-Ersatzabteilung 19 in Hannover/Niedersachsen zugeteilt. Diese Einheit unterstand der Division 171. Am 5. August 1941 wurde Emil zur Batterie der Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung 149 versetzt. Diese Einheit war in Südrussland und auf der Krim stationiert. Am 3. Juni 1943 erkrankte Emil an einer Hautkrankheit und wurde ab dem 6. Juni 1943 im Lazarett in Reichshof/Generalgouvernement (heute Rzeszów, Woiwodschaft Karpatenvorland/Polen) behandelt. Am 10. Juni 1943 wurde er nach Przemysl/Generalgouvernement (heute Przemysl, Woiwodschaft Karpatenvorland/Polen) verlegt und kehrte anschließend zu seiner Einheit zurück.

Die Einheit wurde im Mai 1944 in Sewastopol (Krim/Russland) vernichtet. Die Überreste der Einheit wurden nach Baumholden/Rheinland-Pfalz (Rheinland-Pfalz) verlegt. Am 20. Juli 1944 wurde Emil der Batterie der Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung 284 (1. Batterie) zugeteilt. Diese Einheit war ursprünglich ebenfalls auf der Krim stationiert und wurde nach schweren Verlusten im Mai 1944 zur Erneuerung nach Baumholder in Rheinland-Pfalz verlegt. Nach Abschluss der Erneuerung wurde die Einheit an die italienische Front in Triest verlegt und dem Befehlshabers Operationszone Adriatisches Küstenland unterstellt. Am 28. September 1944 wurde der Befehlshabers Operationszone Adriatisches Küstenland in LXXXXVII. Armeekorps z.b.V. (97. Armeekorps) umbenannt. Das Korps sicherte die nordöstliche Adriaküste vor der alliierten Invasion und den Partisanen. Das Einsatzgebiet des Korps erstreckte sich vom Fluss Tagliamento in Italien bis zur Insel Susak und der Stadt Fiume (heute Rijeka/Kroatien). Im April 1945 sah sich das Korps an der dalmatinischen Küste der Adria heftigen Partisanenangriffen ausgesetzt, insbesondere auf die Städte Fiume und Triest.

Nach schweren Kämpfen kapitulierte das Korps Anfang Mai vor jugoslawischen Partisaneneinheiten. Emil geriet am 2. Mai 1945 in Gefangenschaft. Die jugoslawische Gefangenschaft war berüchtigt für die Folter und Tötung von Gefangenen durch Partisanen. Emil gehörte zu den Gefangenen, die von britischen Truppen aus jugoslawischer Gefangenschaft befreit wurden. Anschließend wurde er nach Ägypten (Kgf-Lager No. 2719) transportiert und dort in einem britischen Gefangenenlager inhaftiert. Am 9. Mai 1948 wurde er aus dem ägyptischen Gefangenenlager entlassen.

† 03.10.1986

Auszeichnungen:

  • Rumänische Medaille Kreuzzung gegen den Komunismus
  • Verwundeten-Abzeichen in Schwarz

(Eltern: Franz Rzehaczek * 18.11.1880 und Marianna Jarosch * 05.03.1886, Ehefrau: Hedwig Thimel * 18.8.1914)

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