Rohowsky August

Geboren:
26.08.1904, Deutsch Krawarn
Verstorben:
15.06.1978, 
Rang:
Obergefreiter

August Rohowsky trat Ende 1939 in die Wehrmacht ein. Laut einem Bericht vom 14.12.1939 wurde er der Kolonne des Baubataillons 98 (Bau-Kolonne) zugeteilt. Die Einheit unterstand zunächst dem Armeeoberkommando 3 (AOK 3), dann der 16. Armee, die kurz zuvor aus dem AOK 3 hervorgegangen war. Ab Ende 1939 sicherte die Einheit die westdeutsche Grenze. Am 10.05.1940 nahm sie als Teil der Heeresgruppe „A“ der 16. Armee am Westfeldzug teil. Sie überschritt die Grenze nach Luxemburg und Südbelgien und stieß dann nach Süden bis zur Maginot-Linie in Frankreich vor. Ihr Vormarsch führte sie durch Sedan (Département Ardennen, Region Grand Est), über den Ardennenkanal und entlang des Flusses Chiers. Ab dem 5. Juni 1940, in der zweiten Phase des Feldzugs, verlegte die Armee nach Verdun/Lothringen (Lothringen, heute Département Meuse, Region Grand Est).

Am 16. Juni 1940 wurde die Festung Verdun zurückerobert. Am 25. Juni 1940 umzingelte die Armee bei Toul (Département Meurthe-et-Moselle, Region Grand Est) den Großteil der französischen Truppen und nahm sie gefangen. Anschließend rückte die Armee nach Metz und Diedenhofen/Lothringen (Lothringen, heute Thionville, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) vor. Nach der Kapitulation Frankreichs am 25. Juni 1940 verblieb die Armee als Garnison in Frankreich im Gebiet zwischen Argonne und Mosel. Ab dem 3. Juli 1940 übernahm die Einheit Wachdienste entlang der Küste Belgiens und der Niederlande. Im April 1941 verlegte die gesamte Armee nach Ostpreußen.

Nach Kriegsausbruch mit Russland im Juni 1941 wurde August mit seinem Baubataillon erneut der 16. Armee im nördlichen Abschnitt der Ostfront zugeteilt. Sie rückten innerhalb der Heeresgruppe „Sever“ – Heeresgruppe „Nord“ – durch Litauen und Lettland zum Ilmensee (Gebiet Nowgorod) vor. Im August 1941 erfolgte der Vorstoß nach Staraja Russa (Gebiet Nowgorod) und weiter nach Leningrad. In der ersten Hälfte des Jahres 1942 nahm die Einheit an schweren Verteidigungskämpfen bei Wolchow (Gebiet Leningrad) und zwischen Wolchowstroi und dem Ladogasee teil. In der zweiten Hälfte der Verteidigungskämpfe war die Armee im Gebiet um die Landbrücke nach Demjansk (Gebiet Nowgorod) stationiert. 1943 folgten Verteidigungskämpfe um Staraja Russa und Newel (Gebiet Pskow). Im September 1943 wurde das Bataillon in Kolonne-Bau-Pionier-Bataillon 98 umbenannt. Im Februar 1944 musste sich die 16. Armee vom Fluss Lovaay auf die Putoška-Ostov-Linie (Gebiet Pskow/Russland) zurückziehen. Im Juli 1944 erfolgte der Rückzug über Riga/Lettland nach Kurland.

Laut einem Bericht vom 1. Oktober 1944 war August der 3. Kompanie des Bau-Pionier-Bataillons 98 zugeteilt. Auf der Kurischen Nehrung hielt die Armee trotz der Einkesselung durch die russische Armee ihre Stellungen bis Kriegsende. Dort geriet August gegen Kriegsende in russische Gefangenschaft. Er befand sich zusammen mit Max Fiala aus Kravař (*1924) in einem russischen Kriegsgefangenenlager.

† 15. Juni 1978

Auszeichnungen:

  • Winterschlacht-Medaille 1941-42

Quelle: Deutsche Dienstelle WASt, SOkA Opava.

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