Onderka Heinrich

Geboren:
12.07.1921, Deutsch Krawarn
Verstorben:
16.07.2014, 
Gefallen:
Hornheim
Rang:
Obergefreiter

Heinrich Onderka wurde 31.3.1940 nach Sagan einberufen. Dann absolvierte er eine infanteristische Ausbildung in Görlitz und war nach Sprottau versetzt, wo neue Panzerbesatzungen gebildet waren.
Ab dann gehörte er als Richtschütze in der 1. Kompanie (Lt. Viereck). Diese gehörte der 1. Abteilung des Panzerregiments 29 an (Oberleutnant Günter Rasim aus Oberschlesien). Heinrich Onderka fand bei seinem Kommandant einen wahrhaften Freund und wurde sogar Zeuge bei seiner Hochzeit.

Das Regiment war zuerst mit Skoda Panzern und Pzkwg II und III ausgerüstet.
1941 Einsatz an der Ostfront – Minsk, Witebsk. Später Nordfront – Leningrad, Tosno, Mga, Staraja Russa, Demnjansk Kessel.

Auffrischung in Gravenvöhr und Sommer 1944 Marsch nach Frankreich. Die Einheit war mit Panzer V Panther ausgestattet und der Panzerbrigade 112 unterstellt (21. Panzer-Division).

In Vogesen waren sie ausgeladen (2 Panzer) und Richtung Front bei St. Die angewiesen. Der zweite Panzer hatte Kettenschaden. 30. Oktober 1944 – In einem Dort war ihr Panzer von einem Major mit Ritterkreuz aufgehalten. Er gab dem Panzerkommandant Befehl anzugreifen. Auf die Frage: wo ist die Front, anwortete dieser: „Ich weiß es nicht genau aber am Waldrand sind vielleicht 40 bis 50 Panzer in Stellung (amerikanische Panzer)“.
Unser Kommandant veigerte sich den Befehl auszuführen und wurde mit Erschießung bedroht. Kurze Zeit später wurde Panther, in dem Onderka war im Raum St. Die – Épinal mit 2 Granaten getroffen und er erlitt schwere Verwundung. Der Kommandant war sofort tot, der Fahrer Kurt Lehmann aus Cottbus hatte ihn aus dem Panzer rausgeholt.

Danach war er im Feldlazaret Collmar, Ingolstadt und Troppau.
Kriegsende war er in Pretz bei Kiel. Dann hatte er sich als Zivilist vekleidet auf den Weg nach Hause gemacht. Vor seinem Haus angekommen erlebte er eine böse Überraschung. Das Elternhaus haben tschechen besetzt und ihm verweigerten sogar der Eintritt. Währenddessen war sogar seine Mutter, die auf dem Weg von Breslau war, verhaftet und in Troppau in der Kaserne eingesperrt und gefoltert. Dort erfuhr sie, dass ihr Ehemann Josef Onderka durch Bombenangriff in Frankreich gefallen ist.
Heinrich Onderka wanderte nach Deutschland aus.

Oblt Rasim ist leider am 11.4.1945 im Bolzenky gefallen, als sein Panzer abgeschossen wurde.

Lange nach nach Krieg vermitelte M. Herold Kontakt an Rasims Sohn Gütter und die beide pflegten regen Kontakt.

Auch sein Lebensretter Kurt Lehmann ist Ende des Krieges in Schlesien gefallen

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