Ohrzahl Johann

Geboren:
18.09.1916, Beneschau
Verstorben:
08.02.1977, 
Rang:
Obergefreiter
Residenz:
Kosmütz

Johann Ohrzahl heiratete vor dem Krieg in Kosmütz ein (zuvor lebte er noch in Köberwitz), von wo aus er am 02. 09. 1939 zur Kraftwagen Werkstatt Kompanie 110 (110. Werkstattkompanie für Lkw-Reparaturen) unterstellt der 110. Infanterie Division unterstellt war, die am Feldzug in Frankreich und später in der Sowjetunion teilnahm. Dort erlitt er am 09. 12. 1941 schwere Verletzungen an der gesamten linken Körperhälfte und den Beinen, als sein Lastwagen auf eine Mine fuhr. Er wurde nach Diedenhofen in Frankreich gebracht und dort bis zum 14. 07. 1942 behandelt, danach kehrte er über das Sammellager für Verwundete in Lemberg (Lviv, Region Lemberg, heute Ukraine) zu seiner Einheit zurück.

Seine Division, die zur Heeresgruppe Mitte gehörte, wurde am 03. 07. 1944 im Rahmen der sowjetischen Operation Bagration bei Minsk eingekesselt und vollständig vernichtet. Bis zum 11. 07.1944 hatte sie 70.000 Gefallene und 40.000 gefangene deutsche Soldaten zu beklagen, darunter auch Johann Ohrzal. Er wurde mit einem der ersten Transporte im November 1945 entlassen, mit dem er bis nach Olomouc gelangte. Am 29. Dezember kehrte er nach Hause zurück. Im Jahr 1948 trat er in den Dienst der tschechoslowakischen Armee für eine fünfmonatige militärische Ausbildung ein.

Später zog er nach Bielau, wo er am 08. 02. 1977 starb.

Auszeichnungen:

  • Kriegverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern
  • Vewundetenabzeichen in Schwarz

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