Nowak Franz

Geboren:
06.12.1896, Klein Hoschütz
Verstorben:
Bogoduchow/Ukraine
Gefallen:
15.10.1941
Rang:
Hauptmann
Residenz:
Klein Hoschütz, Carlsruhe/O.S.
Heeresgattung:
Heer
Truppengattung:
Infanterie

Franz Nicolaus Nowak lebte später in Karlsruhe/Oberschlesien (heute Pokój, Woiwodschaft Oppeln/Polen). Er trat 1939 in die Wehrmacht ein und wurde der 12. Kompanie des Infanterie-Regiments 444 zugeteilt. Das Regiment wurde am 26. August 1939 in Oppeln/Oberschlesien (heute Oppeln, Woiwodschaft Oppeln/Polen) aufgestellt und unterstand der 239. Infanterie-Division.

Später wurde Franz zur 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 444 versetzt. Zu Kriegsbeginn nahm die Division am Polenfeldzug teil und rückte über Nikolai/Oberschlesien (heute Mikolów, Woiwodschaft Schlesien/Polen) nach Katowice (heute Katowice, Woiwodschaft Schlesien/Polen) vor. Nach Kriegsende in Polen diente die Division als Sicherungseinheit an der ungarischen Grenze. Im Frühjahr 1940 befand sie sich kurzzeitig im Protektorat zwischen Prag und Pilsen und verlegte dann an die Westgrenze in den Kaiserstuhl/Baden-Württemberg. Dort wurde sie zur Armeereserve der 7. Armee. Zu Beginn des Westfeldzugs nach Frankreich verblieb die Division zunächst in ihren Stellungen. Am 15. Juni 1940 überquerte die Division den Rhein bei Neubreisach/Elsass (Elsass, heute Neuf-Brisach, Département Haut-Rhin, Region Grand Est/Frankreich), durchbrach die Maginot-Linie und stieß nördlich von Mülhausen/Elsass (heute Mulhouse, Département Haut-Rhin, Region Grand Est/Frankreich) nach Frankreich vor.

Zum Zeitpunkt des Waffenstillstands war die Division zwischen Saint-Loup und Luxeuil-les-Bains (Département Haute-Saóne, Region Bourgogne-Franché-Comté/Frankreich) stationiert. Im Juli 1940 kehrte die Division nach Schlesien zurück. Im Mai 1941 wurde sie in die Bukowina in Rumänien verlegt und unterstand dort der Deutschen Heeresmission Rumänien.

Im Juni 1941 nahm die Division als Teil der Heeresgruppe Süd am Ostfeldzug teil. Die Division durchbrach die russischen Grenzstellungen bei Stefanesti (Kreis Botoșani/Rumänien). Sie überquerte den Prut nach Balta (Oblast Odessa/Ukraine), dann den Buk bei Wosnessensk (Oblast Mykolajiw/Ukraine) und rückte weiter nach Krmentschuk (Oblast Poltawa/Ukraine) vor. Im September 1941 nahm die Division an der Schlacht um Kiew (Oblast Kiew/Ukraine) teil.

Nach dem Ende der Kämpfe im Kiewer Kessel gerieten 600.000 eingekesselte russische Soldaten in Gefangenschaft. Anschließend rückte die Division durch Poltawa (Oblast Poltawa/Ukraine) und Bogodotschujiw (Oblast Charkiw/Ukraine) nach Charkow vor.

Am 15. Oktober 1941 fiel Franz in Bogodotschujiw. Er wurde auf dem Heldenfriedhof in Bohoduchiv (Region Charkiw/Ukraine) beigesetzt. Das Grab befindet sich noch immer an seinem ursprünglichen Platz. Grabstelle: Reihe 2, Grab 12.

Die Überführung seiner sterblichen Überreste und die Wiederherstellung seines Grabes auf dem neu angelegten Friedhof waren nicht möglich. Sein Name ist im Gedenkbuch des neu angelegten Heldenfriedhofs in Charkiw (Region Charkiw/Ukraine) verzeichnet.

(Eltern: Josef Nowak a Thekla Ondraschek)

Fehlen Informationen oder falsche Daten?

Kontaktiere uns

Informationen für Familienmitglieder

Falls Sie Ihren Angehörigen auf diesem Web nicht gefunden haben, schicken Sie uns, bitte, die Angaben zu. Kontakte finden Sie auf dieser Seite. Besuchen Sie auch die Seite: Was benötigen wir?.

Wie kann man die Angaben über Angehörigen finden?

Projekt Hultschiner Soldaten kooperiert mit verschiedenen Archiven und realisiert die langfristige Forschung. Die exakte Angaben über Militärdienst bietet Bundesarchiv (ehemalige WASt). Auf dem Grund breiter Recherche kann man folgende Angaben wie Dienstgrad, militärische Laufbahn, Erkrankungen und Verwundungen feststellen. Familienangehörige können auf diesem Web einen Antrag einreichen. Die Bearbeitung dauert ungefähr 36 Monate und kostet cca 16 €. Projekt Hultschiner Soldaten kann in dieser Hinsicht den Familienangehörige hilfreich sein.

Bundesarchiv, Abteilung PA
Am Borsigturm 130
D-13507 Berlin
Tel.: +49 (030) 18 7770-1158
Fax: +49 (030) 18 7770-1825
Web: www.bundesarchiv.de