Newrzella Max

Geboren:
25.07.1926, Kauthen
Verstorben:
14.2.2010 ,  Solnhofen
Rang:
SS-Mann

Max Jacob Newrzella trat Ende 1943/Anfang 1944 in die SS ein. Er diente in den Kampfeinheiten der SS (Waffen-SS). Seinem Militärabzeichen zufolge wurde er zunächst zur Grundausbildung zum SS-Flak-Ausbildungs- und Ersatzregiment in München/Bayern (SS Flak-Ausbildung und Ersatz) abkommandiert. Im August 1944 wurde er an den nördlichen Abschnitt der Ostfront in Russland verlegt und der 5. SS-Panzergrenadierkompanie des 23. SS-Panzergrenadier-Regiments „Norge“ zugeteilt. Dieses Regiment unterstand der 11. SS-Panzergrenadier-Division „Nordland“. Kurz nach seiner Ankunft beim Regiment nahm Max an Verteidigungskämpfen in Estland an der Tannenberg-Linie zum Schutz der Stadt Narva teil. In dieser schweren Schlacht fielen sowohl der Kommandeur der SS-Division „Nordland“ als auch später die Kommandeure der Regimenter „Norge“ und „Danmark“. Sie hielten die Verteidigungslinie „Tannenberg“ bis zum 14. September 1944 und hatten bis dahin 113 russische Panzer zerstört.

Anschließend wurden sie nach Lettland zurückgezogen, um die Hauptstadt Riga zu verteidigen, wo sie die Einkesselung durch die 18. Armee verhinderten. Ende Oktober 1944 zogen sich Teile der SS-Division „Nordland“ in den sogenannten Kurland-Kessel-Kessel in Litauen zurück, wo sie von Oktober bis Dezember 1944 schwere Verteidigungskämpfe führten. Im Januar 1945 erhielten sie den Befehl, in den Hafen von Libbau an der Ostsee zu verlegen, den sie verteidigten, und wurden anschließend nach Pommern transportiert. Dort befreiten sie Mitte Februar 1945 die in Arnswald (heute Chorzszno, Polen) eingeschlossenen deutschen Truppen. Anschließend zogen sich die Einheiten der SS-Division „Nordland“ in das Gebiet um Stargard (heute Polen) und Stettin (heute Stettin, Polen) nördlich der Oder zurück. Trotz der schweren Verluste, die sie den Russen zufügten, mussten sie sich bis nach Altdamm (heute Dobie, Polen) zurückziehen, ihrer letzten Stellung östlich der Oder.

In diesen Kämpfen wurden die Regimenter „Norge“ und „Danmark“ fast vollständig aufgerieben, weshalb die SS-Division „Nordland“ zur Auffrischung ihrer Kräfte nach Westen verlegt wurde. Am 16. April 1945 rückte die 11. SS-Panzergrenadier-Division „Nordland“ an die Frontlinie östlich von Berlin vor. Am 22. April 1945 stieß die Division ins Zentrum Berlins vor. Die Überreste der Regimenter „Norge“ und „Danmark“ versuchten, die Spreebrücken zu verteidigen. Am 30. April 1945 befahl der Kommandeur der SS-Division „Nordland“ den wehrfähigen Männern, einen Durchbruch nach Westen zu wagen und sich den Amerikanern zu ergeben. Nach dem Krieg blieb Max in Deutschland und lebte in Solnhofen (Westbayern).

† 14.02.2010 Sonhofen

Auszeichnungen:

  • Verwundeten-Abzeichung in Schwarz
  • EK 2

Fehlen Informationen oder falsche Daten?

Kontaktiere uns

Informationen für Familienmitglieder

Falls Sie Ihren Angehörigen auf diesem Web nicht gefunden haben, schicken Sie uns, bitte, die Angaben zu. Kontakte finden Sie auf dieser Seite. Besuchen Sie auch die Seite: Was benötigen wir?.

Wie kann man die Angaben über Angehörigen finden?

Projekt Hultschiner Soldaten kooperiert mit verschiedenen Archiven und realisiert die langfristige Forschung. Die exakte Angaben über Militärdienst bietet Bundesarchiv (ehemalige WASt). Auf dem Grund breiter Recherche kann man folgende Angaben wie Dienstgrad, militärische Laufbahn, Erkrankungen und Verwundungen feststellen. Familienangehörige können auf diesem Web einen Antrag einreichen. Die Bearbeitung dauert ungefähr 36 Monate und kostet cca 16 €. Projekt Hultschiner Soldaten kann in dieser Hinsicht den Familienangehörige hilfreich sein.

Bundesarchiv, Abteilung PA
Am Borsigturm 130
D-13507 Berlin
Tel.: +49 (030) 18 7770-1158
Fax: +49 (030) 18 7770-1825
Web: www.bundesarchiv.de