- Geboren:
- 09.09.1912, Sandau
- Verstorben:
- ,
- Rang:
- Obergefreiter
- Ausländische Armee:
- Tschechoslowakische unabhängige Panzerbrigade in Großbritannien
Emil Meisel wurde in Sandau geboren. Nach dem Abschluss der Grundschule absolvierte er eine Ausbildung zum Maurer. Er heiratete bald darauf und bekam zwei Kinder.
Seinen Militärdienst begann er am 1. Oktober 1934 bei der 4. Kompanie des 6. Infanterieregiments „Hanácký“ in Olmütz. Dort absolvierte er die Infanteriegrundausbildung. Anfang November wurde er zur Unteroffiziersschule des 1. Bataillons in Olmütz versetzt, die er im März 1935 als Jahrgangsbester abschloss. Nach seiner Rückkehr zu seiner Kompanie wurde er umgehend zum Korporal befördert und diente als stellvertretender Gruppenführer der schweren Maschinengewehrschützen. Gleichzeitig war er Ausbilder für Infanterie- und Maschinengewehrausbildung der Rekruten des Jahrgangs 1935. Er blieb nicht lange beim 6. Infanterieregiment, denn bereits im November 1935 wurde er zum 14. Infanterieregiment in Košice versetzt, wo er erneut in der 4. Kompanie diente. Im Februar 1936 erfolgte eine weitere Versetzung, diesmal zur 8. Kompanie des 32. Infanterieregiments „Gardský“. Dort führte er durchgehend die Maschinengewehrgruppe. Offenbar bewährte er sich, denn er wurde zu einem sechsmonatigen Lehrgang für Flak-Maschinengewehrschützen zugelassen. Diesen schloss er im Rang eines Korporals ab. Da seine aktive Dienstzeit jedoch bald endete, wurde er in den Zivildienst entlassen.
Erst am 28. August 1938 wurde er zu einer außerordentlichen militärischen Ausbildung einberufen. Diese absolvierte er bei seinem Stammregiment Nr. 32 in Kaschau (Košice). Dank seiner Flugabwehrausbildung diente er in einem Flugabwehrzug unter dem Kommando von Leutnant Veselý.
Die Generalmobilmachung führte ihn nach Neusohl (Banská Bystrica). Anschließend verlegte seine Einheit in Stellungen nahe Soľná Baňa. Doch die Armee wurde demobilisiert, was auch Emil Meisel betraf, dessen Heimat sich plötzlich im Feindesland befand. Am 18. November 1938 wurde Gefreiter Emil Meisel freigelassen und kehrte in sein Heimatdorf Sandau zurück. Ein guter Maurer geht in der Welt nicht verloren, und so fand er Arbeit in Linz beim Bau von Hochöfen. Dadurch wurde er für die Wehrmacht ausgeschrieben. Da sich die Reihen der Armee jedoch mit der Zeit lichteten, mussten Reservisten einberufen werden, und auch Emil Meisel erhielt einen Einberufungsbefehl. Am 1. Juni 1942 beendete er seine Beschäftigung und trat der Wehrmacht bei. Er wurde sofort zum Obergefreiten befördert, basierend auf seinem Dienstgrad in der tschechoslowakischen Armee. Bis zum Kriegsende diente Meisel in rückwärtigen Einheiten (wahrscheinlich war er eine Zeit lang im Maschinengewehr-Infanterie-Regiment 52 im Einsatz) und wechselte dabei die Garnisonen in Deutschland, Holland und Belgien, bis er am 28. Februar 1945 nach einem dreitägigen Aufenthalt an der Front von kanadischen Truppen gefangen genommen wurde.
Während seiner Gefangenschaft meldete er sich freiwillig zur tschechoslowakischen unabhängigen Panzerbrigade in Großbritannien. Er wurde am 9. April 1945 vorgestellt und der Infanterieausbildungskompanie der Ersatzeinheit zugeteilt, wo er bis zu seiner Entlassung am 26. November 1945 diente. Er absolvierte einen Fahrkurs und fuhr Auto. Er beanspruchte den Rang eines Korporals, den er bereits während seines Militärdienstes in der Armee der Ersten Republik erreicht hatte, dieser wurde ihm jedoch nicht verliehen.
Höchster tschechoslowakischer Dienstgrad in der Ersten Republik: Desátník (Obergefreiter)
Höchster deutscher Dienstgrad: Obergefreiter
Höchster tschechoslowakischer Dienstgrad in der Exilarmee: Vojín (Soldat)

Soldier’s Service Book von Emil Meisel

Emil Meisel mit einem Hund.
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