- Geboren:
- 29.08.1906, Zawada
- Grablage:
- Waldfriedhof - Riga/Lettland
- Verstorben:
- , Riga/Lettland
- Gefallen:
- 12.07.1941
- Rang:
- Soldat
- Residenz:
- Zawada
Karl Letzian trat am 18.12.1939 in die Wehrmacht ein. Er wurde der 44. Kompanie Bau-Bataillon 127 zugeteilt. Dieses Bataillon war am 26.08.1939 im Zuge der Mobilmachung für den Wehrkreis VIII aufgestellt worden. Im Winter 1939/40 wurde das Baubataillon 127 der 12. Armee unterstellt, um die Grenzen in der Eifel zu sichern. Zu Beginn des Westfeldzugs stieß es durch Luxemburg und die südlichen belgischen Befestigungen in den Ardennen bis zur Semois vor. Anschließend beteiligte es sich am Durchbruch der französischen Stellungen bei Sedan und Charleville (Département Ardennes, Region Grand-Est) und setzte seinen Vormarsch über die Flüsse Maas, Oise und Aisne fort. Am 20. Mai 1940 bezog das Bataillon innerhalb der 12. Armee eine Verteidigungsstellung und wehrte mehrere französische Gegenangriffe an der Aisne ab. In der zweiten Phase des Westfeldzugs durchbrach die 12. Armee die französische Front an der Aisne und verfolgte die sich zurückziehenden französischen Truppen über Chapagne und den Rhein-Marne-Kanal bis zur Schweizer Grenze, die sie am 17. Juni 1940 erreichten.
Nach dem Waffenstillstand verblieb das Bataillon als Sicherungstruppe in Frankreich. Zu Beginn des Ostfeldzugs am 22. Juni 1941 wurde das Bataillon im Angriff auf Nordrussland eingesetzt und unterstand zunächst direkt der 18. Armee. Nach dem Durchbruch der russischen Grenzstellungen stieß das Bataillon über den Memel (heute Njemen) nach Kowna (heute Kaunas/Litauen) und Libau (heute Liepaja/Lettland) vor. Nach der Eroberung der Städte kämpfte sich das Bataillon der 18. Armee durch Litauen und Lettland und nahm Riga ein.
Er wurde seit dem 12.7.1941 vermisst und am 14.7.1941 tot aufgefunden. Am 15.7.1941 wurde er auf dem sogenannten Ehrenfriedhof Riga-Ost (Lettland), dem heutigen Waldfriedhof bestattet. Die dortigen Soldatengräber wurden nach Kriegsende mit Ziviltoten überbettet. Die Namen dieser Kriegstoten sind auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Riga – Beberbeki auf Natursteinstelen verzeichnet.
(Eltern: Josef Pchalek und Emilie Letzian, Ehefrau: Helena)
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