- Geboren:
- 11.06.1926, Petershofen
- Verstorben:
- ,
Franz Lattka lebte in Petershofen nr. 174. Er meldete sich am 6. August 1943 zur RAD-Einheit in Ratibor und absolvierte anschließend eine sechswöchige Waffenausbildung in Pinne-Samter (heute Szamotuly in Westpolen). Nach Abschluss der Ausbildung wurde er nach Istres (im Süden des Vichy-Frankreichs) versetzt, wo er auf dem Flughafen bei einer Versorgungseinheit Dienst tat.
Später wurde er nach Macklenburg versetzt und absolvierte dort die Ausbildung zum Ladeschützen der schweren 8,8-mm-Flak (Schwereflakausbildung 8,8). Mit einer Batterie dieser schweren Geschütze erzielte seine Einheit mehrere Abschüsse alliierter Bomber, die von einem Angriff auf Deutschland bei Rotterdam zurückkehrten.
Aufgrund der Lage an der Ostfront wurde Franz Lattka nach Görlitz (heute Zgorzelec) versetzt und dem Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungsregiment 85 zugeteilt, das zur Panzer-Ausbildungsdivision Tatra gehörte. Diese Division wurde zur Bekämpfung von Partisanen in Polen (Częstochowa) und später in der Slowakei (Bánská Bystrica) eingesetzt, wo sie wiederaufgebaut und in 232. Panzerdivision umbenannt wurde.
Der letzte Kampfeinsatz dieser Einheit fand im März 1945 in Ungarn bei der Verteidigung des Brückenkopfes am Fluss Raab (heute Györ) statt, wo sie Ende des Monats vollständig vernichtet wurde. Franz Lattka erlitt am 18. März eine schwere Kopfverletzung und wurde in das Lazarett in Yps in Österreich eingeliefert. Von dort wurde er einige Wochen später per Schiff nach Regensburg transportiert. Da diese Schiffe häufig von der alliierten Luftwaffe angegriffen wurden, beschloss er, mit einigen verwundeten Kameraden vom Schiff zu fliehen und lief von Linz nach Regensburg. Am 29. April 1945 wurde das Lazarett von den Amerikanern besetzt, und die Verwundeten wurden in ein Kriegsgefangenenlager gebracht.
Aufgrund seiner Verletzungen wurde Franz Lattka ins Krankenhaus nach Regensburg zurückgebracht, aus dem er im Juni 1945 entlassen wurde. Bis zur Bearbeitung der notwendigen Dokumente arbeitete er in einem Kloster in Metten und später bei Bauern in Degendorf. Am 18. Dezember 1945 kehrte Franz Lattka nach Hause zurück.
Auszeichnungen:
- EK 2.Klasse
- Verwundeten-Abzeichen in Silber
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