Lassak Johann

Geboren:
05.09.1909, Kauthen
Verstorben:
06.05.1976, 
Rang:
Soldat
Residenz:
bis 1939 Kauthen, nach 1939 Ludgerstal
Heeresgattung:
Heer
Rückkehr:
1
Geschwister:
August Lassak 1907

Johann Lassak lebte nach seiner Heirat 1939 in Ludgerstal (Ludgeřovice). Am 20. September 1944 trat er in die Wehrmacht ein. Er wurde der Stammkompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 318 in Lauban/Niederschlesien (heute Lubań, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) zugeteilt. Das Bataillon unterstand der Division 408. Später wurde er zur 5. Kompanie Feld-Ersatz-Bataillon LXX (70) versetzt und nach Südnorwegen verlegt. Das Bataillon unterstand dem Heereshauptquartier Generalkommando LXX und sicherte die Küste im Abschnitt von Lindesnes bis zur schwedischen Grenze.

Am 23.11.1944 wurde er zur 12. Kompanie des Grenadierregiments 730 versetzt. Dieses Regiment unterstand der 710. Infanteriedivision, die in Arendal (Norwegen) als Sicherungstruppe eingesetzt war. Ende Dezember 1944 wurde die Division nach Comacchio (Emilia-Romagna) an die italienische Adriaküste verlegt.

Am 01.01.1945 wurde Johann innerhalb des Regiments zur 9. Kompanie des Grenadierregiments 730 versetzt. Die Division war an den Abwehrkämpfen beim Rückzug am Po nördlich von Ferrara (Emilia-Romagna/Italien) und anschließend über Padua (Venetien) und Udine (Friaul) nach Österreich beteiligt. Hier war die Division der 6. Panzerarmee unterstellt und im Gebiet zwischen St. Pölten und der Donau in schwere Verteidigungskämpfe verwickelt.

Am 10. April 1945 verhinderte die Division den Vormarsch russischer Einheiten zwischen Neulengbach und der Donau auf der Straße nach St. Pölten/Niederösterreich.

Während dieser Kämpfe geriet Johann am 16. April 1945 in russische Gefangenschaft. Den Resten der Division gelang der Rückzug nach Steyer/Niederösterreich, wo sie nach den Kämpfen in amerikanische Gefangenschaft gerieten.

† 06.05.1976

(Eltern: Theophil Lassak * 29.10.1878 und Agnes Kramarczik, Ehefrau: Irene Hubert * 01.08.1919)

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