Kruppa Josef 21

Geboren:
27.06.1921, Wreschin
Verstorben:
Rang:
Obergefreiter

Er wurde in Wreschin geboren. Vor dem Krieg besuchte er ein Gymnasium in Píště und ein Obergymnasium in Hultschin. Anschließend wechselte er nach Valašské Meziříčí und nach der Zusammenlegung der nordmährischen Obergymnasien auf ein Obergymnasium in Přívoz. 1940 wurde er mit 19 Jahren eingezogen und setzte seine Schulausbildung fort. 1941 meldete er sich in Forbach bei Saarbrücken zur 44. Artillerie-Ersatzabteilung. Dort absolvierte er eine Ausbildung im Telegrafenwesen und in der Kavallerie, da die Einheit hypomobil war. Nach Abschluss der Ausbildung wurde die Einheit nach Metz verlegt. Da er sich als Funker bewährt hatte, wurde er zum vierten Zugführer ernannt und nach Jüterborg bei Berlin versetzt, wo er der Sturmgeschützabteilung 244 zugeteilt wurde. Dort erhielt er eine weitere Ausbildung, diesmal an Selbstfahrlafetten.

Anschließend wurde er nach Schweinfurt versetzt und von dort im November an die Front verlegt. Mit seiner Einheit, die nun zur 6. Armee gehörte, rückte er über Winnyzja und Kiew bis nach Charkow vor. Nahe Kiew zerstörte Oberwachtmeister Banze mit seiner Einheit sieben oder neun feindliche Panzer, wofür er später das Ritterkreuz erhielt. Nach schweren Kämpfen blieben von der Batterie nur noch zwei Fahrzeuge übrig, die bei Belgorod stationiert waren. Josef Krupa war als Funker und Ladeschütze Besatzungsmitglied einer dieser Selbstfahrlafetten.

Eines Tages blieben sie mit der Geschützkanone im Schnee stecken und konnten sie wegen des starken Frosts nicht mehr starten. Der russische Angriff begann, und sie konnten nicht einmal das Feuer erwidern. Die Besatzung verließ das Fahrzeug, woraufhin Krupa und sein Kamerad gefangen genommen wurden. Der Kommandant des Fahrzeugs fiel. Josef Krupa wurde daraufhin in das russische Hinterland gebracht und verhört. Natürlich verlor er seine Uhr usw. Nach dem Verhör wurden er und sein Kamerad in einen Schweinestall gesperrt und dort mehrere Tage festgehalten. Da der deutsche Angriff begonnen hatte, beschlossen sie zu fliehen. Sie brachen die Tür auf und flohen unter Beschuss von beiden Seiten. Zuflucht fanden sie in einem nahegelegenen Bach. Bei -20 Grad sprangen sie durch den Bach, bis sie die nahegelegene deutsche Linie erreichten.

Nach dieser Heldentat verlor Krupa das Bewusstsein und erwachte erst in einem Krankenhaus in Charkow. Aufgrund schwerer Erfrierungen an den Beinen verbrachte er drei Monate im Lazarett. In der Zwischenzeit wurde die Sturmgeschützabteilung 244 vernichtet, und Josef Krupa wurde zur Artillerieeinheit mit der Nummer 861 versetzt, möglicherweise zur Artillerieabteilung 861 mit Hauptquartier in Magdeburg. Dort wurde die Einheit mit neuen Kanonen aufgerüstet und an die Front nach Odessa verlegt. Bei Okruzhenie in Richtung Stalingrad wurde Josef Krupa verwundet. Da er nun als regulärer Funker bei der Artillerie eingesetzt war, leitete er das Artilleriefeuer. Eines Nachts fuhren sie näher an die Front und gruben sich ein. Doch ein feindliches Flugzeug griff an und warf eine Bombe auf das Auto im Feld. Der Offizier war sofort tot, Krupa und der Fahrer wurden verletzt. Josef Krupa brachte den schwerverletzten Fahrer zur nächsten SS-Einheit.

Beim Vormarsch auf Sewastopol geriet er unter schweres Feuer und wurde in der darauffolgenden Schlacht zum zweiten Mal gefangen genommen. Dies geschah vermutlich Anfang 1944. Er wurde in ein Sammellager in Starý Zaporoží gebracht, wo er sich der tschechoslowakischen Fremdenarmee anschloss. In Bílá Cerekva wurde er ausgebildet und dem Fernmeldebataillon zugeteilt. Er diente direkt in der Funkstation unter General Ludvík Svoboda, der damals die 1. Infanteriebrigade und ab September 1944 das gesamte Armeekorps befehligte.

Josef Krupa nahm anschließend an den Kämpfen um Krosno und Dukla teil. Anfang 1945 wurde er der 1. Fernmeldeschule für Reserveoffiziere zugeteilt. Im Juni schloss er die Schule als Zweitbester mit dem Rang eines Korporalaspiranten ab. Nach dem Krieg wurde er schrittweise zum Oberleutnant befördert und engagierte sich beim Roten Kreuz.

Auszeichnungen:

  • Winterschlacht-Medaille 1941

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