Kolenko Alfons

Geboren:
10.02.1923, Wreschin
Verstorben:
Rang:
Unteroffizier

Alois Kolenko wurde im Mai 1942 zur Wehrmacht einberufen und kam zum Einsatz an der Ostfront. Im Juni 1944 geriet er in Weißrussland in russische Gefangenschaft. Zuletzt war er im Kgf-Lager Nowossibirsk, von wo er erst in 1951 nach Berlin entlassen wurde. Danach kehrte er schließlich nach Hause.

 

Alfons Kolenko wurde am 15. April 1942 zur Wehrmacht eingezogen und dem Kradschützen-Ersatzbataillon 55 in Hirschberg (heute Jelenia Gora, Polen) zugeteilt. Nach Abschluss seiner Ausbildung wurde er der 2. Kompanie des 2. Kradschützenbataillon 38 zugeteilt, das der 18 Infanterie Division unterstand und Teil der Heeresgruppe Nord an der Ostfront war. Diese Division gehörte zur Kampfgruppe, die etwa 100.000 deutsche Soldaten im sogenannten Demjansk-Kessel befreien sollte. Die Operation war trotz relativ hoher Verluste erfolgreich.

Während dieser schweren Kämpfe wurde Alfons Kolenko am 14. März 1943 bei Fiodorowo und am 17. Januar 1942 durch Granatsplitter verwundet. Er wurde ins Lazarett in Pleskau (heute Pskow, Russland) verlegt und von dort ins Reservelazarett in Instenburg (heute Tscherňachowsk, Russland) gebracht, wo er zum Oberschützen befördert wurde. Am 10. Februar 1943 wurde er erneut verlegt, diesmal ins Lazarett in Regensburg (Regensburg D). Nach weiterer Behandlung und Ausbildung meldete er sich wieder bei seiner Stammeinheit in Hirschberg. Dort wurde er der 2.Panzer Auklärungs Abteilung 118 zugeteilt, die der 18.Panzergrenadier Division Schlesien unterstand, und erneut in den Raum Immelsee-Staraja Russa verlegt. Am 28. Februar 1944 wurde Alfons Kolenko erneut verwundet und vom 6. bis 20. März im Lazarett in Jološtin behandelt. Während weiterer Kämpfe wurde er erneut verwundet und kurzzeitig von der Roten Armee gefangen genommen. Die 2.Panzer Auklärungs Abteilung 118 wurde im Juni 1944 im Raum Dnepr-Mogilew während der sowjetischen Operation Bagration endgültig vernichtet.

Von da an galt Alfons Kolenko als gefallen, befand sich aber in russischer Gefangenschaft. Er nahm auch an der berühmten Parade deutscher Kriegsgefangener auf dem Roten Platz teil, von wo aus er in das Lager Nowo-Sibirsk verlegt wurde. Ab 1947 war er in einem Lager in Moskau inhaftiert, wo ihn 1949 das Schweizerische Rote Kreuz fand. Dank dessen wurde er am 18. November 1949 freigelassen und kehrte über Genf, München und Gönfelde bei Frankfurt an der Oder am 1. Mai in seine Heimat zurück.

Auszeichnungen:

  • EK-2.Klasse
  • Nahkampfspange
  • Infanterie-Sturmabzeichen
  • Verwundeten-Abzeichen in Schwarz

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