Kerlin Josef 00

Geboren:
17.09.1900, Kauthen
Verstorben:
31.03.1967,  St. Jakob in Rosental/Österreich
Rang:
Unteroffizier
Heeresgattung:
Heer
Gefangenschaft:
Netley-Gross Britanien
Rückkehr:
1

Josef Kerlin trat am 27. August 1939 in die Wehrmacht ein. Er wurde der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 452 in Leobschütz/Oberschlesien (heute Glubczyce, Woiwodschaft Oppeln/Polen) zugeteilt. Dieses Regiment unterstand der 252. Infanteriedivision. Ab Dezember 1939 befand sich die Division an der Westgrenze im Gebiet des Flusses Blies/Saar-Plalz (heute Saarland) innerhalb der Heeresgruppe C. Zu Beginn des Westfeldzugs gegen Frankreich verblieb die Division in ihren Stellungen. Die Division nahm am 14. Juni 1940 am Feldzug teil, als sie die Maginot-Linie nahe des Dorfes Altweiler/Elsass (Elsass, heute Altviller, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) durchbrach und den Rhein-Marne-Kanal überquerte. Anschließend rückte sie nach Badenweiler/Lothringen (Lothringen, heute Badonviller, Département Meurthe-et-Moselle, Region Grand Est/Frankreich) und weiter in die Hohen Vogesen (heute Vogesen) vor. Nach der Kapitulation Frankreichs am 22. Juni 1940 befand sich die Division im Gebiet um den Monte Donon. Im Juli 1940 verlegte sie ins Generalgouvernement (heute Ostpolen).

Laut einem Bericht vom 05.07.1940 wurde Josef zur 1. Kompanie des Landesschützen-Bataillons 586 versetzt. Dieses Bataillon wurde am 01.06.1940 im Wehrkreis VIII aufgestellt. Es diente dem Schutz von Kriegsgefangenen. Zunächst war das Bataillon in Sagan/Niederschlesien (heute Zagaň, Woiwodschaft Lebus/Polen) stationiert und der Spezialdivision z.b.V. 408 unterstellt. Seit 1941 befand es sich in Oels/Niederschlesien (heute Olešnica, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen). Ende 1941 wurde das Bataillon nach Breslau/Niederschlesien (Niederschlesien, heute Breslau, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) verlegt. 1944 wurde das Bataillon nach Ohlau/Niderschlesien (Niederschlesien, heute Olawa, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) verlegt und dem Kriegsgefangenenhauptquartier – Kommandeur der Kriegsgefangenen VIII – unterstellt.

Laut Bericht vom 06.02.1944 wurde Josef zur Wachkompanie des Kommandeurs der Kriegsgefangenen im Operationsgebiet versetzt. Laut Bericht vom 19.08.1944 wurde er weiter zur Kriegsgefangenen-Wachkompanie zur besonderen Verwendung des Oberkommandos der Heeresgruppe „Nordukraine“ versetzt. Ende 1944 wurde Josef der 1. Kompanie des Festungsinfanterie-Bataillons 1110 zugeteilt. Das Bataillon war aus dem Alarmbataillon Schmidt des XXII. Gebirgs-Armeekorps hervorgegangen und wurde in Ungarn eingesetzt.

Mitte April 1945 wurde Josef verwundet und vom 15. April bis 14. August 1945 im Lazarett in Lienz Drau/Ostmarkt (heute Tirol/Österreich) behandelt. Ab dem 8. April 1946 wurde er im Lazarett in Netley (Hampshire/England) auf der Station für verwundete deutsche Kriegsgefangene versorgt.

† 31.03.1967 St. Jakob in Rosental/Österreich

(Eltern: Josef Kerlin *26.09.1869 und Katharina Rybka *06.11.1875)

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