- Geboren:
- 08.05.1914, Köberwitz
- Grablage:
- Sologubowka/Russland
- Verstorben:
- , Urizk/Russland
- Gefallen:
- 24.08.1942
- Rang:
- Obergefreiter
Johann Kaschny trat in die Wehrmacht ein und wurde der Kavallier-Ersatz-Schwadron 8 in Oels/Niederschlesien (heute Olesznica/Woiwodschaft Niederschlesien – Polen) zugeteilt. Die Schwadron unterstand der 158. Division.
Nach seiner Ausbildung wurde Johann Kaschny zur Radfahr-Schwadron 215 versetzt. Die Einheit unterstand der 215. Infanterie-Division. Innerhalb der Division fungierte sie als Aufklärungseinheit.
Nach Beginn des Feldzugs gegen Frankreich stand die Infanteriedivision vor der Stadt Pirmasens (Rheinland-Pfalz). Sie wurde ab dem 14.06.1940 in die Kämpfe eingezogen. Nach dem Durchbruch der Maginot-Linie am 19.06.1940 rückte die 215. Infanterie-Division auf Haguenau (Departement Bas-Rhin, Region Elsass-Frankreich) vor. Es folgten Kämpfe in den elsässischen Vogesen bei der Donau.
Nach dem Waffenstillstand blieb die Infanteriedivision als Garnison in der Region Belfort (Departement Territorie, Region Franche-Comté-Frankreich) und zog im November 1940 in die Stadt Nevers (Departement Nièvre, Region Burgund-Franche-Comté-Frankreich) um.
Im November 1941 wurde die 215. Infanterie-Division in 65 Transportzügen in den nördlichen Teil der Ostfront verlegt, wo sie im Rahmen der Heeresgruppe Nord in schwere Kämpfe bei der Stadt Tichwin (Region Leningrad, Russland) 100 km südöstlich der Stadt Wolchow verwickelt wurde. Bis Ende Dezember 1941 erlitt die Infanteriedivision schwere Verluste. 155 Soldaten fielen, 369 wurden verwundet, 42 wurden vermisst und 603 erlitten schwere Erfrierungen. Danach zog sich die Division nach Nowgorod zurück, wo sie bis Juli 1942 kämpfte.
Im August 1942 wurde die 215. Infanterie-Division an den nördlichen Rand von Leningrad verlegt. Zu dieser Zeit wurde die Radfahr-Schwadron 215 in Schnelle Aufklärungs-Abteilung 215 umbenannt.
Am 24.08.1942 erlitt Johann Kaschny bei der Ortschaft Uritsk tödliche Verletzungen (direkter Granatsplittertreffer in den Kopf). Er wurde auf dem Soldatenfriedhof in Krokuli bei Peterhofen beigesetzt. Reihe 26, Grab 156. Derzeit befindet sich das Grab von Johann Kaschny auf dem neu angelegten Soldatenfriedhof Sologubovka, 70 km südöstlich von St. Petersburg.
Lage des Grabes: Teil 4, Reihe 9, Grab 862.
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