Kaschny Hubert 16

Geboren:
22.02.1916, Köberwitz
Verstorben:
Rang:
Obergefreiter

Hubert Kaschny wurde in die Wehrmacht einberufen und wurde als Fahrer der Division Nachschub Kompanie 248 eingeteilt. Diese Einheit unterstand der 168. Infanterie-Division.

Die Division nahm im Mai 1940 am Feldzug in Frankreich teil. Südlich von Saarbrücken durchbrach sie die Maginot-Linie zwischen Holving und Saaralebe/Lothringen (heute Sarralbe, Departement Moselle, Region Grand Est/Frankreich). Anschließend überquerte sie den Rhein-Marne-Kanal und rückte weiter in die Vogesen zum Berg Donon (heute Mont Donon) vor. Am Ende des Feldzugs befand sie sich bei Hormmarting/Lothringen (heute Departement Moselle, Region Grand Est/Frankreich).

Anfang Juni 1941 war die Division in Lublin/Generalgouvernement (heute Woiwodschaft Lublin/Polen) im Einsatz. Noch im selben Monat nahm sie am Ostfeldzug teil. Die Division rückte über Schytomyr (heute Oblast Schytomyr/Ukraine) in Richtung Kiew vor. Am 01.09.1941 stand die Division westlich von Kiew und beteiligte sich an der Einkesselung der sowjetischen Truppen im Kiewer Kessel. Dabei gerieten 600.000 sowjetische Soldaten in Gefangenschaft.

Anfang Oktober 1941 befand sich die Division bei Pryluky (Region Tschernihiw/Ukraine) und rückte weiter nach Romny (Region Sumy/Ukraine) vor. Im November 1941 stand die Division vor Charkiw/Ukraine. Anfang Dezember rückte sie nach Belgorod (Region Belgorod/Russland) vor. Im Februar 1942 befand sich die Division südöstlich der Stadt Orel (Region Orlow/Russland). Im April 1942 befand sich die Division südlich von Kursk vor Prochorowka (Region Belgorod/Russland).

m August 1942 rückte sie weiter nach Woronesch (Region Woronesch/Russland) zum Fluss Don vor. In der Region am Fluss Don war die Division bis Februar 1943 im Einsatz. Im Februar 1943 wurde die Division während der großen sowjetischen Offensive bei Woronesch zusammen mit anderen deutschen Einheiten gezwungen, sich über Charkow in Richtung der Stadt Schynkiw (Region Poltawa/Ukraine) zurückzuziehen.

Charkow wurde am 15.02.1943 von den Russen eingenommen. Im April 1943 befand sich die Division bei der Stadt Mirgorod (Region Poltawa/Ukraine). Während der deutschen Gegenoffensive gelang es den Einheiten, Charkow zurückzuerobern und erneut nach Belgorod vorzustoßen. Hier, nördlich von Belgorod, hielt die Division ihre Verteidigungsstellungen bis zum 1. August 1943. Nach dem Ende der Schlacht bei Kursk (Region Kursk/Russland) musste sich die Division am 2. September 1943 erneut nach Charkow zurückziehen. Dort beteiligte sie sich an Verteidigungskämpfen.

Im Oktober 1943 zog sie sich nach Kiew (Region Kiew/Ukraine) und im November 1943 nach Schytomyr (Region Schytomyr/Ukraine) zurück. Anfang Januar 1944 befand sich die Division bei Bila Tserkwa (Region Kiew/Ukraine).

Im Februar 1944 zog sie sich in die Stadt Winniza (Region Winniza/Ukraine) zurück. Im März 1944, während einer weiteren großen sowjetischen Offensive gegen die Heeresgruppe „Süd“ und nach dem Durchbruch der Verteidigungsstellungen der Roten Armee zwischen Jampil (Region Winnyzja/Ukraine) und Schepetiwka (Region Chmelnyzkyj/Ukraine) durchbrach, zog die Division zur Stadt Kamjanez-Podilskyi (Region Chmelnyzkyj/Ukraine) und im April 1944 zur Stadt Tarnopol/Generalgouvernement (ehemals Polen, heute Ternopil, Region Ternopil/Ukraine) zurück.

Ab Juli 1944 hielt die Division Verteidigungsstellungen in den Karpaten. Anfang September 1944 befand sie sich bei den Ortschaften Ustryki Dolne und Sanok/Generalgouvernement (heute Woiwodschaft Karpatenvorland/Polen). Die Division zog sich dann auf weitere Verteidigungsstellungen in der Nähe der Stadt Kielce/Generalgouvernement (heute Kielce, Woiwodschaft Heiligkreuz/Polen) zurück. Am Ende des Krieges ergab sich die Infanteriedivision – 168.Infanterie-Division – in der Region Kladsko der sowjetischen Armee. Über die Gefangennahme von Hubert Kaschný konnten wir nichts in Erfahrung bringen.

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