Kalwar Franz

Geboren:
19.03.1916, Groß Darkowitz
Grablage:
Haatsch
Verstorben:
10.07.1982,  Groß Darkowitz
Rang:
Gefreiter
Residenz:
Groß Darkowitz

Kalwar Franz wurde am 19.03.1916 in Groß Darkowitz geboren. Eltern hießen Johanna und Franz. Als er 16 Jahre als war, fang er arbeiten an. Seit 09.06.1932 bis 01.07.1937 hat er als Bauarbeiter in seine Wohnschaft gearbeitet, später zwischen 07.07.1937 und 25.10.1938 wurde er als Fütter im Neinkohlen Bergwerk tätig. Nach Informationen in seinem Arbeitsbuch ist er am 12.12.1939 in Gewerkschaft Eisenzecher Zug in Eiserfeld eingestelt. Eiserfeld is seit 27.02.1939 seinen neuen Wohnschaft.

Er wurde am 30.06.1939 in Siegen in der Wehrmacht einberufen zur 4. Kompanie des Infanterie-Ersatzbataillons Nr. 57 (4.Inf.Ers.Btl.) unterstellt der Division Nr. 159. Diese Division sollte als Reserve für die 9. Infanterie-Division dienen, die zu Kriegsbeginn im Saarland stationiert war und zur Deckung der Westgrenze bereitstand. Allerdings ist er nur für kurze Zeit bei dieser Einheit, schon bald kehrt er zu seiner Arbeit zurück.

Franz Kalwar foto, polsko 1939
Foto aus dem Nachlass von F. Kalwar (auf der Rückseite beschriftet „Polen 1939“) – in welchem ​​Zusammenhang es mit Franz steht, wissen wir nicht

​Im Oktober wird Franz zum 392. Infanterie-Regiment versetzt, das der 169. Infanterie-Division unterstellt ist. Die Division war von Juli 1940 bis Februar 1941 in der Region Lothringen stationiert. Hier erlitt er am 3. Februar 1941 eine vermutlich durch einen Unfall verursachte Gehirnerschütterung und wurde in das Lazarett Brieg – Oberschlesien gebracht. Von dort kehrt er am 12. Februar 1941 in das Reservelazarett der Stadt Metz in Elsaß-Lothringen zurück.

Der Familiengeschichte zufolge traf er hier seinen vertrauten Arzt, der ihn für kampfuntauglich erklärte. Auch Militärunterlagen bestätigen dies. Demnach sei Franz seit dem 29. März 1941 in das der 15. Infanterie-Division unterstellte 88. Ersatz-Infanterie-Regiment Fulda versetzt worden. Dieses Regiment wurde ursprünglich in der Stadt Fulda aufgestellt und war während seiner Dienstzeit in der Stadt Dijon im besetzten Frankreich stationiert. Franz ist in diesem Eintrag als „garnisonsverwendungsfähige Heimat -gvH“ gekennzeichnet. Diese Bezeichnung bedeutete, dass der betreffende Soldat in der Armee dienen konnte, jedoch nicht direkt an der Front. So könnte der Soldat als Wache am Stützpunkt und dergleichen dienen.

Franz hielt es mit dieser Einheit nicht lange durch. Da das Deutsche Reich dringend Soldaten benötigte, wurde er als dienstfähig zurück zum 392. Infanterie-Regiment versetzt, das der 169. Infanterie-Division unterstellt ist. Diese Division war ab Juni 1941 in Finnland stationiert und nahm ab dem 01.07.1941 zusammen mit der SS-Division Nord an der Unternehmen Polarfuchs teil. Diese Operation war ein gemeinsamer Angriff Finnlands und Deutschlands auf die Sowjetunion. Ziel war es, die Stadt Salla zu erobern und weiter nach Osten vorzudringen und Murmansk vom Rest der Sowjetunion abzuschneiden.


Operation Polarfuchs, Anfang September war die Stadt Alakurtti bereits besetzt. Quelle: Operation Arctic Fox

Mitte September rückte die Operation 20 Kilometer östlich der Stadt Alakurtti in der Nähe der Vorman-Seen vor. Hier wurde Franz am 15.09.1941 leicht verletzt, als er von Granatsplittern in seinem linken Arm getroffen wurde. Da die Verletzung jedoch nicht schwerwiegend ist, bleibt Franz auch nach der Behandlung bei seiner Einheit. In den folgenden Monaten kam es zu keiner nennenswerten Verschiebung auf die eine oder andere Seite und die Front erstarrte hier für mehrere Monate.


Alakurtti auf der Karte von Europa. Quelle: Google Maps

Der Familiengeschichte zufolge traf Franz hier seinen vertrauten Arzt wieder. Er half ihm erneut, wie schon einmal in Frankreich, und erklärte ihn für kampfunfähig. Wir wissen nicht genau, wann dies geschah, aber laut den Aufzeichnungen im Arbeitsbuch könnte Franz etwa 8-9 Monate hier geblieben sein, denn am 08.07.1942 wird er erneut als in Gewerkschaft Eisenzecher Zug (Eiserfeld) beschäftigt aufgeführt. Bis zum 30. April 1945 arbeitet er hier, dann tritt er die lange Heimreise an. Kurzlich ist er zwischen dem 15.07.1945 und dem 18.09.1945 noch als Landwirt bei Willi Grün beschäftigt. Anschließend kehrt er nach Groß Darkowitz zurück, wo er bis zu seinem Tod lebt.

Franz Kalwar starb am 10. Juli 1982 in Groß Darkowitz an Herzversagen.

Auszeichnungen:

  • Verwundetenabzeichen in Schwarz (III. Klasse)

 

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