- Geboren:
- 24.10.1927, Strandorf
- Verstorben:
- 15.03.2009, Strandorf
- Rang:
- Grenadier
Leo Josefus wurde 1945 einberufen. Grundausbildung machte er bei 3. Ausbildungs-Kompanie/Grenadier-Ersartz und Ausbildungs-Bataillon 7 in Freudenthal. Ferner landete er bei Infanterie-Ersatz-Bataillon 528. Dann kam er zur Fronteinheit, das die 14. Kompanie/Grenadier-Regiment 1317(?) wurde. Mit der Einheit kämpfte er in Oberschlesien. Im April 1945 wurde er durch einen Splitter beim Herz verwundet. Der Splitter drang durch das Soldbuch! Es passierte in Puste Polom, keine 15 km von seinem Heimatort!
Während der Zugfahrt ins Krankenhaus half er einem unbekannten deutschen Soldaten, den er unter seiner Decke versteckt hatte, aus der Frontlinie zu entkommen, was ihm vermutlich das Leben rettete. Im Krankenhaus in Poděbrady stellte sich heraus, dass der gerettete Soldat ein Arzt war, der Leo Josefus fortan persönlich betreute. Später, nach seiner Verlegung ins Krankenhaus in Glauchau, beschloss er auf Anraten dieses Arztes zu fliehen und entging so der Besetzung des Krankenhauses durch die vorrückenden Sowjets und der anschließenden Gefangennahme. Nach einer beschwerlichen Reise durch das bereits besetzte Polen gelang ihm schließlich im Juni 1945 die sichere Rückkehr nach Hause.
Bei einem Besuch in Deutschland in den 1980er Jahren musste Leo Josefus sich in einem Krankenhaus behandeln lassen, wo er dem Arzt wiederbegegnete. Es war das letzte Mal, dass diese beiden Männer, die einander ihr Leben verdanken, sich begegneten.
Er ist in Strandorf gestorben † 15.03.2009
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