- Geboren:
- 14.02.1922, Sandau
- Verstorben:
- ,
- Gefallen:
- 26.09.1944
- Rang:
- Hauptgefreiter
Robert Jarosch wurde im Oktober 1941 in die Kriegsmarine einberufen. Ob er dort nach der fast zweimonatigen Grundausbildung sofort die U-Boot-Ausbildung absolvierte, wissen wir nicht, doch später war dies der Fall. Die U-Boot-Ausbildung dauerte knapp fünf Monate.
Wo Robert Jarosch bis Mitte August 1943 diente, als er auf das U-Boot U-871 versetzt wurde, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Das Hochsee-U-Boot U-871 vom Typ XI D2 wurde in der Kriegswerft AG Weser in Bremen gebaut. Drei Wochen vor dem feierlichen Stapellauf des U-Boots am 7. September 1943 ging Robert Jarosch an Bord. Kommandant des U-Boots wurde Leutnant Erwin Ganzer. Vor Fertigstellung des U-Boots absolvierte die Besatzung eine sogenannte Einweisung (Baubelehrung). Deren Zweck war es, alle Aspekte des U-Boots gründlich kennenzulernen.
Am 15. Januar 1944 wurde das U-Boot U-871 feierlich in Dienst gestellt und der Ausbildungsflottille – 4. Unterseebootsflottille in Stettin (heute Szczecin – Woiwodschaft Westpommern – Polen). Die Ausbildung dauerte bis zum 31. Juli 1944. Nach Abschluss der Ausbildung wurde es als Frontschiff zur 12. Unterseebootsflotille nach Bordeaux in Frankreich versetzt.
Am 19. August 1944 lief die U-871 von Kiel aus in Richtung des norwegischen Hafens Trondheim aus, wo sie am 28. August 1944 einlief. Zu ihrem ersten Kampfeinsatz lief sie am 31. August 1944 von Trondheim aus. Ihr Auftrag war es, im Indischen Ozean zu operieren. Nach 27 Tagen Fahrt über den Atlantik, nordöstlich der Azoren, wurde das U-Boot U-871 von einem Flugzeug der Fortress H 220 der RAF gesichtet, und die Position wurde dem Flugzeug Fortress IIA „P“ FK191, ebenfalls von der 220. Staffel der RAF, durch den Kommandanten Leutnant A.E. Wallace gemeldet. Das Flugzeug kreiste über der gemeldeten Position, und um 15:44 Uhr sah der Beobachter ein Periskop und eine Kielwasserwelle hinter dem Schiff auf der Position 4318/3629. Die Besatzung der Fortress griff aus einer Höhe von 15 Metern mit drei Tiefenbomben an, die auf beiden Seiten des Kommandoturms des U-Boots einschlugen, das gerade an die Oberfläche aufgetaucht war. Nach den Explosionen bildete sich ein Ölteppich, der nach 50 Minuten eine Fläche von 700 x 1600 Metern bedeckte. Danach tauchten Trümmer und Leichen an der Oberfläche auf. Alle 69 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
Der Name von Robert Jarosch ist zusammen mit seinen Kameraden von der U-871 auf einer Bronzetafel im Denkmal für U-Boot-Fahrer in Möltenort am Ufer der Kieler Bucht in Heikendorf (Schleswig-Holstein) verewigt.
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