Halfar Josef 15

Geboren:
18.12.1915, Schepankowitz, Swoboda
Verstorben:
30.11.1981,  Deutsch Krawarn
Rang:
Stabsgefreiter
Ausländische Armee:
Tschechoslowakische unabhängige Panzerbrigade in Großbritannien

Josef Halfar diente vom 3. Oktober 1937 bis zum 11. November 1938 in der tschechoslowakischen Armee in Olmütz (Olomouc) (5. Kompanie, 6. Infanterieregiment). 1939 heiratete er und zog nach Deutsch Krawarn (heute Kravaře).

Er trat im September 1939 in die Wehrmacht ein. Laut einem Bericht vom 19. September 1939 wurde er der Batterie der leichten Ersatzeinheit – der 1. Batterie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 in Troppau/Sudetenland (heute Opava/Tschechische Republik) – zugeteilt. Die Einheit war zunächst der Division 168 und kurz darauf, ebenfalls 1939, der Division 148 unterstellt. Am 3. Januar 1940 verlegte die Einheit nach Bielitz/Oberschlesien (heute Woiwodschaft Bielsko-Biała-Schlesien/Polen). Mitte April 1940 erkrankte Josef und wurde zunächst vom 13. April 1940 bis zum 7. Juni 1940 und dann wieder vom 30. Juli 1940 bis zum 17. September 1940 in einem Militärkrankenhaus in Katowice/Oberschlesien (heute Katowice, Woiwodschaft Schlesien/Polen) behandelt. Nach seiner Rückkehr wurde er laut einem Bericht vom 11.10.1940 zur 2. Kompanie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 in Bielitz/Oberschlesien (heute Woiwodschaft Bielsko-Biała-Schlesien/Polen) versetzt. Einem Bericht vom 23.11.1940 zufolge erfolgte die Versetzung zur 6. Batterie des Artillerie-Regiments 248. Dieses Regiment unterstand der 168. Infanterie-Division. Zum Zeitpunkt von Josefs Eintritt in die Einheit befand sich das Regiment im Generalgouvernement (Polen). Nach seinem Eintritt in die Einheit erkrankte er erneut und wurde vom 27.11.1940 bis zum 23.01.1941 in einem Militärkrankenhaus in Krakau/Generalgouvernement (heute Woiwodschaft Krakau-Kleinpolen/Polen) behandelt. Laut einem Bericht vom 05.02.1941 wurde er zu seiner ursprünglichen Einheit, der Batterie der leichten Artillerie-Ersatzabteilung – 2. Batterie leichte Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 –, zurückversetzt, die zu diesem Zeitpunkt bereits in Metz/Lothringen (Lothringen, heute Département Metz-Mosel, Region Grand Est/Frankreich) stationiert war. Einem Bericht vom 30.04.1941 zufolge wurde er erneut versetzt, diesmal zur Batterie des Artillerieregiments – 1. Batterie Artillerie-Regiment 8 in Ostpreußen. Dieses Regiment unterstand der 8. Infanteriedivision. Nach Kriegsbeginn mit Russland Ende Juni 1941 wurde die Division an die Ostfront verlegt und rückte als Teil der Heeresgruppe Mitte über Brajansk (Gebiet Brjansk) und Wjasma (Gebiet Smolensk) in Richtung Moskau vor. Mitte August 1941, als sich die Division in der Nähe von Smolensk befand, erkrankte oder wurde Josef verwundet. Er wurde daraufhin in das Lazarett in Warschau (heute Warschau/Polen) verlegt, wo er vom 17. August bis zum 5. September 1941 behandelt wurde. Anschließend wurde er im Militärkrankenhaus in Modlin/Generalgouvernement (heute Nowy Dwor Mazowiecki, Woiwodschaft Masowien/Polen) behandelt, wo er vom 6. September bis zum 3. Oktober 1941 in Behandlung war. Einem Bericht vom 14. Oktober 1941 zufolge wurde er zur weiteren Behandlung in die Genesungskompanie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 in Metz/Lothringen (heute Metz, Département Moselle, Region Grand Est/Frankreich) verlegt. Einem weiteren Bericht vom 15. Oktober 1941 zufolge kehrte er zu seiner ursprünglichen Einheit in Metz zurück, zur Batterie der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 8 (1. Batterie). Die Einheit wurde später nach Auch (Département Gers, Region Midi-Pyrénées)/Frankreich und anschließend nach Nizza (Département Alpes-Maritimes, Region Provence-Alpes-Côte d’Azur)/Frankreich verlegt. Ende Oktober 1942 wurde die Batterie nach Oppeln/Oberschlesien (Oberschlesien, heute Woiwodschaft Opole/Polen) verlegt, um dort die Reserve-Artillerie-Abteilung 213 zu bilden. Laut einem Bericht vom 28. Oktober 1942 war Josef der Batterie der Reserve-Artillerie-Einheit – der 4. Batterie der Reserve-Artillerie-Abteilung 213 in Oppeln/Oberschlesien (Oberschlesien, heute Woiwodschaft Opole/Polen) – zugeteilt. Ab dem 23. Oktober 1943 war diese Einheit der 158. Reserve-Division unterstellt und wurde an die Atlantikküste nach La Rochelle (Département Charente-Maritime, Region Nouvelle-Aquitaine) verlegt. Am 2. Juli 1944 wurde die Reserve-Division der 16. Infanterie-Division zugeteilt. Im August 1944 wurde die Einheit in Artillerie-Ersatz-Abteilung 213 umbenannt und der 16. Infanterie-Division unterstellt. Im September wurde sie in der Nähe von Épinal (Département Vosges, Region Grand Est) eingesetzt. Josef geriet am 9. September 1944 in der Nähe von Autun (Département Saône-et-Loire, Region Burgund-Franche-Comté) in französische Gefangenschaft. Am 14. Februar 1945 wurde er von Frankreich in ein Kriegsgefangenenlager in England verlegt, wo er am 27. März 1945 der tschechoslowakischen unabhängigen Panzerbrigade in Großbritannien beitrat und im PVS/NT (Infanterie-Ausbildungszentrum/Ersatzeinheit) diente. Nach seiner Rückkehr in die Tschechoslowakei wurde er der 13. Panzerbrigade in Olmütz (Olomouc) zugeteilt. Am 15. November 1945 wurde er aus der Armee entlassen und kehrte nach Hause zurück.

Er starb am 30.11.1981 in Deutsch-Krawarn.

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