Halfar Emil 1907

Geboren:
25.11.1907, Kauthen
Grablage:
Kouty bei Landshut/Slowakei
Verstorben:
08.04.1945 ,  Landshut-Mähren
Rang:
Oberwachtmeister
Residenz:
Kauthen, Ostrau
Geschwister:
Georg Halfar 1921

Emil Halfar trat der Schutzpolizei in Mährisch Ostrau (heute Ostrava/Tschechische Republik) bei. Er diente im Polizei-Regiment 21. Die deutsche Schutzpolizei wurde unmittelbar nach der Gründung des Protektorats Böhmen und Mähren im März 1939 dort stationiert.

Ende 1939 war ihr Personal deutlich aufgestockt und bestand aus Reservisten, Männern der mittleren Generation (Jahrgänge 1901–1909). Sie gliederte sich in zwei Regimenter: das Polizei-Regiment 1 und das Polizei-Regiment 2, später Polizei-Regiment Böhmen und Polizei-Regiment Mähren. Eine Kompanie des Polizeibataillons 84 (2. Kompanie) war im damaligen Ostrava stationiert. Dieses Bataillon operierte in den Gebieten von Zlín und Mährisch-Ostrava. Nach Kriegsausbruch mit Russland im Juni 1941 wurde ein Großteil der Polizeibataillone aus dem Protektorat Böhmen und Mähren in das besetzte Gebiet Russlands verlegt. Das Polizeibataillon 84 wurde im April 1942 nach Russland ausgeflogen und dort bis zum 21. Juni 1942 in den Kämpfen bei Wolchow (Region Leningrad/Russland) eingesetzt. Nach schweren Verlusten wurde das Bataillon aufgelöst und kurzzeitig in die SS-Polizei-Division eingegliedert.

Im Juli 1942 wurde das Polizeiregiment Mähren in Polizeiregiment 21 umbenannt, das aufgelöste Polizeibataillon 84 wurde zum Polizeibataillon 1 und die Kompanie 2 in Mährisch-Ostrava zur Sonderkompanie b.z.V. Das Polizei-Regiment 21 nahm kurzzeitig an Partisanenbekämpfungskämpfen teil und kehrte ins Protektorat zurück. Im Februar 1943 wurde es in SS-Polizei-Regiment 21 umbenannt. Dieses Regiment war im Protektorat Böhmen und Mähren stationiert und wurde gegen Kriegsende an die Front gegen die vorrückende russische Armee verlegt.

Im April 1945 war es in schwere Kämpfe im Raum Kúty/Slovenský štát (heute Kúty/Slowakische Republik) und Landshut/Mähren (heute Lanžhot/Tschechische Republik) verwickelt. Eine Spezialkompanie – b.z.V. – gehörte ebenfalls zu diesem Regiment. Emils Kompanie wurde ebenfalls in dieses Gebiet verlegt, und am 8. April 1945 fiel er in Kúty/Slovenský štát (heute Kúty/Slowakische Republik). Er wurde von einem Maschinengewehrgeschoss in beide Oberschenkel getroffen.

Sein Grab befindet sich noch immer an seinem ursprünglichen Platz an der Grenze zwischen Tschechien und der Slowakei.

Er wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: CZ u.SK / nicht zugeordnet – Tschechische Republik

Dienstgrad: Oberwachtmeister der Schutzpolizei der Reserve

(Eltern: Josef Halfar * 24. Dezember 1872 und Anna Kroczek * 30. September 1879, Ehefrau: Elisabeth Becker)

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