Hahn Georg

Geboren:
25.07.1917, Kauthen
Grablage:
Deutsch Krawarn
Verstorben:
03.09.1986,  Pforzheim
Rang:
Gefreiter
Residenz:
bis 1920 Kauthen, 1920-45 Dt. Krawarn, nach 1945 Pforzheim
Geschwister:
Klemens Hahn 1922

Georg Franz Hahn lebte seit den 1920er Jahren in Deutsch Krawarn (Kravaře). Am 18. Dezember 1939 trat er in die Wehrmacht ein. Er wurde der 2. Infanterie-Ersatzbataillon-Kompanie 475 in Döbeln/Sachsen zugeteilt. Das Bataillon unterstand der Division 154. Nach seiner Ausbildung wurde er zur 6. Infanterie-Regiment-Kompanie 52 versetzt. Dieses Regiment war der 4. Infanterie-Division unterstellt. Die Division war zu dieser Zeit im Rheinland stationiert. Nach Beginn des Frankreichfeldzugs am 10. Mai 1940 rückte die Division südwestlich von Sankt Vith (Wallonien/Belgien) vor und überschritt dort die belgische Grenze. Anschließend rückte die Division ins Landesinnere vor und überschritt die französische Grenze nahe des Dorfes Givet (Département Ardennen, Region Champagne-Ardenne/Frankreich).

Sie überquerte dann die Maas und passierte die Städte Hirson und Saint-Quentin (beide im Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich) in Richtung Süden von Arras bis zum Dorf Miraumont (Département Somme, Region Picardie/Frankreich). Am 5. Juni 1940 stieß die Division durch die Stadt Albert (Département Somme, Region Hauts-de-France/Frankreich) zur Somme vor. In der zweiten Phase des Feldzugs gegen Frankreich überquerte die Division die Somme nahe des Dorfes Barleux (Département Somme, Region Hauts-de-France/Frankreich) und rückte bis zur Stadt Compiègne (Département Oise, Region Hauts-de-France/Frankreich) vor.

In diesem Gebiet erlitt Georg am 12.06.1940 eine Verletzung (ein Granatsplitter traf ihn am linken Oberschenkel). Die Verletzung wurde zunächst als leicht eingestuft. Er wurde in das Feldlazarett 44 in Le Plessis-Villette (Pont-Sainte-Maxence, Département Oise, Region Hauts-de-France/Frankreich) verlegt. Nach der Behandlung wurde er am 13.06.1940 zur Krankensammelstelle in Noyon (Département Oise, Region Hauts-de-France/Frankreich) und noch am selben Tag in das Lazarett für Leichtverletzte und Erkrankte in Amiens (Département Somme, Region Picardie/Frankreich) verlegt. Am 19.06.1940 erfolgte die weitere Verlegung in das motorisierte Feldlazarett (mot.) 606, ebenfalls in Amiens. Am 5. Juli 1940 wurde er in das Lazarett der Luftwaffe in Saint-Gillies bei Brüssel (Belgien) verlegt.

Die Behandlung verlief jedoch nicht wie geplant, und Georgs Gesundheitszustand verschlechterte sich. Sein linkes Bein entzündete sich, er bekam hohes Fieber, und es drohten Wundbrand und eine Blutvergiftung. Am 3. September 1940 wurde er per Lufttransport nach Berlin in die chirurgische Abteilung des Reservelazaretts 123 „Hindenburglazarett“ in Zehlendorf verlegt, wo ihm noch am selben Tag das Bein amputiert wurde. Er wurde dort bis zum 21.05.1941 behandelt und anschließend der Heeresentlassungsstelle 3/VIII in Opeln/Oberschlesien (heute Opole, Woiwodschaft Opole/Polen) zugeteilt, durch die Georg am 18.07.1941 aus der Armee entlassen wurde. Nach dem Krieg lebte er in Deutschland – in Pforzheim/Baden-Württemberg.

† 03.09.1986 Deutschland. Er ist auf dem Friedhof in Kravaře (Deutsch Krawarn) begraben.

Auszeichnungen:

  • EK 2. Klasse
  • Verwundeten-Abzeichen in Schwarz
  • Verwundeten-Abzeichen in Gold

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