Grigarczik Adolf

Geboren:
18.08.1926, Schepankowitz, Swoboda
Verstorben:
Rang:
svobodník
Residenz:
Troppau-Komorau
Ausländische Armee:
Tschechoslowakische unabhängige Panzerbrigade in Großbritannien

Im Juni 1943 wurde er in Klein Kuntschitz (heute Kończyce Małe, Polen) zum RAD eingezogen. Am 18. Dezember desselben Jahres meldete er sich in Trautenau zur Wehrmacht und trat der Stammkompanie Ersatz-Bataillon 472 bei. Nach einer Woche wurde er nach Oels bei Breslau (Niederschlesien) verlegt. Auch dort blieb er nicht lange, denn nach drei Wochen wurde er nach Katowice und von dort nach Saint-Maixen (Frankreich) geschickt. Dort wurde er der Panzerjäger-Kompanie 221 zugeteilt, wo er ein halbes Jahr diente. Anschließend wurde er zur 223. Panzerjäger-Kompanie nach Nantes versetzt. Am 28. September 1944 geriet er in Spinneln (Épinal) in Gefangenschaft. Er wurde in einem Kriegsgefangenenlager in Marseille interniert und von dort nach Neapel transportiert. Dort bestieg er das Schiff „Staffordshire“ und landete am 2. November vor der Küste Liverpools.

Er meldete sich freiwillig zur Tschechoslowakischen Unabhängigen Panzerbrigade und trat am 20. November 1944 seinen Dienst an. Beinahe wäre er nicht aufgenommen worden, da er seine Mitgliedschaft in der Hitlerjugend gestanden hatte, was als erschwerender Umstand gewertet wurde. Schließlich setzte sich die Vernunft durch, und es wurde ein Dekret erlassen, wonach junge Mitglieder der Hitlerjugend altersbedingt aufgenommen werden sollten. Dennoch musste Adolf Grygarčík sich einem Verhör durch eine gemischte Kommission des Staatsrats unterziehen, die seine Aufnahme empfahl. Am 4. November 1944 schloss er sich der Tschechoslowakischen Unabhängigen Panzerbrigade an. Diese nutzte seine Erfahrung in der deutschen Panzerabwehr und seine Einsatzerfahrung, und am 30. Januar 1945 wurde er der Panzerabwehrkanonengruppe zugeteilt. In deren Reihen nahm er an der Belagerung des französischen Hafens von Dünkirchen teil und bewies dabei außergewöhnliche militärische Fähigkeiten.

Nach dem Krieg lebte er in Troppau-Komorau, wo er ein Haus baute, heiratete und einen Sohn bekam.

Auszeichnungen:

  • Tschechoslowakisches Kriegskreuz 1939
  • Tschechoslowakische Tapferkeitsmedaille im Angesicht des Feindes
  • Tschechoslowakische Gedenkmedaille mit dem Vermerk „Großbritannien“

 

Adolf Grigarczik (zuerst von links) auf einem Gruppenfoto während der Belagerung des Hafens von Dünkirchen.

 

Links: Adolf Grigarczik als Kriegsgefangener, rechts: Adolf Grigarczik als dekorierter Soldat der tschechoslowakischen unabhängigen Panzerbrigade.

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