Faikis Franz 1906

Geboren:
17.07.1906, Kauthen
Verstorben:
Andreapol-Lugi/Russland
Gefallen:
15.01.1942 - vermisst
Rang:
Gefreiter
Residenz:
Kauthen
Heeresgattung:
Heer
Truppengattung:
Infanterie
Geschwister:
Josef Faikis 1908

Franz Faikis trat 1939 in die Wehrmacht ein. Er wurde dem Stab III. Bataillon Infanterie-Regiment 189 zugeteilt. (Franz‘ Bruder Josef trat ebenfalls in dasselbe Regiment ein.) Das Regiment wurde am 1. Dezember 1939 auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer/Niederschlesien (heute Świetoszów, Woiwodschaft Niederschlesien/Polen) aufgestellt. Es unterstand der 81. Infanterie-Division „Schlesische“ und war mit tschechoslowakischen Waffen ausgerüstet. Am 15. März 1940 wurde die Division in die Nähe von Aachen/Nordrhein-Westfalen verlegt. Nach Beginn des Westfeldzugs in Frankreich am 17. Mai 1940 überschritt die Division die belgische Grenze und rückte als Teil der Heeresgruppe A durch Belgien vor. Am 23. Mai 1940 überschritt sie die französische Grenze in der Nähe der belgischen Stadt Gedinne (Wallonien). Am 26. Mai 1940 unterstand die Division der Heeresgruppe B. Ende Mai 1940 bezog die Division Verteidigungsstellungen im Gebiet Chemin des Dames (Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich) nahe der Flüsse Somme, Oise und Aisne. In der zweiten Phase des Krieges gegen Frankreich kam die Division am 6. Juni 1940 bei Venizel (Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich) erstmals zum Kampfeinsatz. Zuvor befand sie sich noch in Reserve. Es kam zu heftigen Kämpfen, und das Infanterieregiment, in dem Franz diente, erlitt Verluste – 29 Tote und 121 Verwundete. Der Vormarsch beschleunigte sich daraufhin in der Nähe von Château-Thierry (Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich), wo es der Division gelang, die Marne über eine intakte Brücke zu überqueren. Anschließend marschierte die Division nach Süden zur Seine, die sie ebenfalls überquerte. Am 15. Juni 1940 befanden sich die vordersten Einheiten in der Nähe von Sens (Département Yonne, Region Burgund-Franche-Comté/Frankreich). Die Kapitulation Frankreichs am 22. Juni 1940 traf die Division nördlich von Bourgnes (Département Cher, Region Centre-Val de Loire/Frankreich). Am 30. Juni 1940 kehrte die Division nach Schlesien zurück. Am 5. März 1941 wurde sie nach Frankreich zurückverlegt. Hier versah die Division bis Dezember 1941 Wachdienst entlang der Küste um La Rochelle (Département Charente-Maritime, Region Nouvelle-Aquitaine/Frankreich) und im Norden Frankreichs. Am 23.12.1941, als der Krieg mit Russland bereits in vollem Gange war, verlegte die Division von Frankreich an die Ostfront in Russland. Sie wurde der Heeresgruppe „Nord“ unterstellt, bestehend aus dem Infanterie-Regiment 189 und einer Abteilung des Artillerieregiments II. Die Abteilung Artillerie-Regiment 181 bildete die Kampfgruppe Nr. 1 der Division – Kampfgruppe I. Diese Kampfgruppe wurde im Gebiet zwischen dem Dorf Dubno (heute Teil der Stadt Andreapol) und der Stadt Torpec (Gebiet Twer/Russland) an der Schnittstelle der Heeresgruppe „Nord“ und der Heeresgruppe „Mitte“ eingesetzt. Dort geriet sie unglücklicherweise direkt in die Achse des russischen Angriffs und erlitt im Januar 1942 in schweren Abwehrkämpfen verheerende Verluste. 160 Soldaten und ein Offizier überlebten die Schlacht. Franz geriet vermutlich am 15. Januar 1942 im Gebiet zwischen den Dörfern Dubno (heute Teil der Stadt Andreapol) und Lugi (beide im Gebiet Twer/Russland) in russische Gefangenschaft und starb dort vermutlich. Er gilt seit dem 16. Januar 1942 als vermisst.

Am 11.07.1951 wurde sein Tod mit dem Datum 15.05.1942 bestätigt.

 (Eltern: Franz Faikis* 19.07.1874 und Rosalia Jochim * 02.09.1871, Ehefrau: Agnes Krkoschka * 13.09.1911)

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