- Geboren:
- 02.04.1917, Deutsch Krawarn
- Verstorben:
- Vermisst seit 18.01.1942, Andreapol-Lugi/Russland
- Rang:
- Gefreiter
- Residenz:
- Deutsch Krawarn
- Heeresgattung:
- Heer
- Geschwister:
- Franz Czerny 1904, Heinrich Czerny 1910, Johann Czerny 1909, Josef Czerny 1906,
Adolf Czerny trat im November 1939 in die Wehrmacht ein. Laut einem Bericht vom 15. November 1939 wurde er der 7. Kompanie des Infanterie-Ersatzbataillons 372 in Oppeln/Oberschlesien (heute Opole, Woiwodschaft Opole/Polen) zugeteilt. Das Bataillon war der Division 168 als Ersatz für die Infanteriedivision 239 unterstellt. Nach kurzer Zeit wurde die Division nach Katowice/Oberschlesien (heute Katowice, Woiwodschaft Schlesien/Polen) verlegt. Ab 1940 war das Bataillon der Division 148 unterstellt.
Nach seiner Ausbildung wurde Adolf zur 10. Infanterieregiment versetzt. Kompanie des Infanterie-Regiments 189. Dieses Regiment war der Infanteriedivision „Schlesisch“ – 81. Infanterie-Division (Schlesische) – unterstellt. Das Regiment war mit tschechoslowakischen Waffen ausgerüstet. Am 15.03.1940 wurde die Division in den Raum Aachen/Nordrhein-Westfalen verlegt. Nach Beginn des Westfeldzugs in Frankreich am 17.05.1940 überschritt die Division die belgische Grenze und rückte innerhalb der Heeresgruppe A durch Belgien vor. Am 23.05.1940 überschritt sie die französische Grenze in der Nähe der belgischen Stadt Gedinne/Wallonien. Am 26.05.1940 unterstand die Division der Heeresgruppe B. Ende Mai bezog die Division Verteidigungsstellungen im Gebiet Chemin des Dames (Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich) nahe der Flüsse Somme, Oise und Aisne.
In der zweiten Phase des Krieges gegen Frankreich wurde die Division am 6. Juni 1940 erstmals in der Nähe von Venizel (Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich) eingesetzt. Zuvor befand sie sich noch in Reserve. Dort lieferte sie sich schwere Kämpfe, und das Infanterieregiment, in dem Adolf diente, erlitt Verluste – 29 Tote und 121 Verwundete. Der Vormarsch beschleunigte sich dann in der Nähe von Château-Thierry (Département Aisne, Region Hauts-de-France/Frankreich), wo es der Division gelang, die Marne über eine intakte Brücke zu überqueren. Die Division marschierte daraufhin nach Süden zur Seine, die sie überquerte. Am 15. Juni 1940 befanden sich die vordersten Einheiten in der Nähe von Sens (Département Yonne, Region Burgund-Franche-Comté/Frankreich). Die Kapitulation Frankreichs am 22. Juni 1940 traf die Division nördlich von Bourgnes (Département Cher, Region Centre-Val de Loire/Frankreich). Am 30. Juni 1940 kehrte die Division nach Schlesien zurück. Am 5. März 1941 wurde sie nach Frankreich verlegt. Dort versah sie bis Dezember 1941 Wachdienst entlang der Küste um La Rochelle (Département Charente-Maritime, Region Nouvelle-Aquitaine/Frankreich) und im Norden Frankreichs.
Am 23. Dezember 1941, als der Krieg mit Russland bereits in vollem Gange war, verlegte die Division von Frankreich an die Ostfront in Russland. Das Infanterieregiment 189 bildete zusammen mit einer Abteilung des Artillerieregiments II. Abteilung 181 die Kampfgruppe 1 der Division. Diese Kampfgruppe wurde im Gebiet zwischen Dubno (heute Teil von Andreapol) und Torpec (Region Twer) an der Schnittstelle der Heeresgruppe Nord und der Heeresgruppe Mitte eingesetzt. Dort geriet sie unglücklicherweise direkt in die Achse des russischen Angriffs und erlitt im Januar 1942 in schweren Abwehrkämpfen verheerende Verluste. 160 Soldaten und ein Offizier überlebten die Schlacht.
Adolf wird seit dem 18. Januar 1942 im Gebiet zwischen Andreapol und Lugi (Region Twer/Russland) vermisst.
Auszeichnungen:
- EK-1. Klasse
- EK-2. Klasse
- winterschlacht medaille 1941/1942
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