Brzemek Wiktor

Geboren:
02.03.1920, Hultschin
Rang:
Matrosen-Gefreiter

Wiktor Brzemek lebte in Schepankowitz. Er wurde 1. Juli 1940 zur Kriegsmarine eingezogen und nach der Grundausbildung kam er nach Saßnitz, Insel Rügen. Dort absolvierte er Ausbildung als Entfernungsmesser. Seine erste Fronteinheit war die 18. Minensuchflottille. Diese wurde am 26. September 1939 für den Sicherungsdienst in der Nordsee aufgestellt. Ab 1940 Einsatz vor Belgien, Holland und Nordfrankreich, zuletzt im Nordmeer operierend. Zur Flottille gehörten 8 Minensuchboote (Typ 40) : M 1801 – M 1808 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Erich Jakobi. Während der Fahrten besuchte er auch die Inselfestung Helgoland. Zu den Flak-Erfolgen des Schiffes gehörten 3 abgeschossen Supermarine Spitfire und ein Bristol Beaufighter. Später wurde er an den Schweren Kreuzer „Lützow“ versetzt. Auf der Brücke lernte er u.a. Steuerung des Schiffes. Nach mehreren Übungsfahrten erhält Kommandant des Schiffes Kapitän zur See Kreisch den Befehl, nach Atlantik zum Handelskrieg durchzubrechen. Der Kreuzer läuft am 12. Juni 1941 von Kiel aus. Fünf Zerstörer fahren dabei U-Boot-Sicherung, es handelt sich um Hans Lody, Friedrich Eckholdt, Karl Galster, Z 23 und Z 24. Kurz vor Mitternacht des 12.6. 1941 erfasst die britische Luftaufklärung den Kreuzer vor Lindesnes, 2 Stunden später greifen Bristol Beaufort mit Torpedos den Verband an. Mehrere Torpedos klatschten ins Wasser. Flying/Sergeant Loveitt erzielt dabei auf Lützow 1 Torpedotreffer mittschiffs. Wiktor Brzemek befand sich in dem Augenblick des Angriffs auf der Beobachtungsstelle und nach der Erschütterung durch die Explosion prallte er mit dem Kopf an die Wand und wurde für kurze Zeit ohnmächtig. Als er wieder zur sich kam, hatte das Schiff bereits starke Schlagseite. Mit defekter Maschinenanlage läuft der Kreuzer in die Ostsee zurück und erreicht am Nachmittag des 14.6. 1941 Kiel, wo er bis Januar 1942 ins Dock muss. Brzemek wurde nach Frankreich an die Westküste (Bucht Loire) zur Räumboot-Flottille versetzt. Ende des Krieges diente er an verschiedenen Küstenfestungen. Dann wurden sie als Infanteristen an der Westfront eingesetzt und gerieten in amerikanische Gefangenschaft. Nach Aufenthalt in verschiedenen Kgf-Lagern wurde er 1946 entlassen und kehrte nach Hause.

Auszeichnungen: Minensuchabzeichen

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