- Geboren:
- 01.06.1927, Hultschin
- Verstorben:
- 04.04.2025, Hultschin
- Rang:
- Grenadier
- Residenz:
- Hultschin
- Heeresgattung:
- Infanterie
Josef Bialas wurde in Hultschin geboren und lebte dort in einem Haus, das er zusammen mit seinem Vater in der Nähe des Hultschin-Sees gebaut hatte. Zunächst war er Mitglied der Hitlerjugend, wo er bei Befestigungsarbeiten in Schlesien half.
Im Juni 1944 wurde er zum RAD (Reichsarbeitsdienst) in der Kreisstadt Ratibor (Racibórz, Schlesisches Woiwodschaft, heute Teil Polens) einberufen. Am 14. Januar 1945 wurde er dann in die 2. Kompanie des Ausbildungsjäger-Ersatz-Bataillons 49 einberufen, später in das 318. Ausbildungsersatzgranatnerbataillon.
Als Mitglied der 2. Kompanie des Feldersatz-Bataillons 359 nahm er an den Verteidigungskämpfen um Breslau (Wrocław, Woiwodschaft Niederschlesien, heute Teil Polens) teil, wo er beim Holen von Proviant beinahe ums Leben kam. Glücklicherweise prallte die Kugel von seiner Waffe ab. Später gehörte er zur 1. Kompanie des Grenadier-Regiments 948, das ebenfalls der 359. Infanterie-Division unterstellt war. Diese kämpfte gegen Ende des Krieges im Gebiet des Eulengebirges (Grenze zwischen dem heutigen Polen und Tschechien – Glatz).
Er kämpfte bis zum 8. Mai 1945, als er bei Königgrätz von der Roten Armee gefangen genommen wurde. Seine Kenntnisse der mährischen Sprache bewahrten ihn vor der Deportation nach Sibirien. Im Herbst 1946 fand ihn seine Mutter mit Hilfe des Roten Kreuzes im Lager und nahm ihn mit nach Hause.
Josef Bialas starb am 4. April 2025 einen tragischen Tod. Er ist auf dem Stadtfriedhof in Hultschin begraben.
Herr Bialas war der letzte lebende deutsche Kriegsveteran im Hultschiner Ländchen.
Auszeichungen:
- Infanterie-Sturmabzeichen

Josef Bialas im Alter von 97 Jahren
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