Barabasch Alois

Geboren:
08.09.1912, Hultschin
Verstorben:
Rang:
vojín
Ausländische Armee:
Tschechoslowakische unabhängige Panzerbrigade in Großbritannien

Vor dem Krieg, in den Jahren 1933/34, diente Alois Barabasch in der tschechoslowakischen Armee (Artillerie-Regiment 125, I. Bataillon, Bisenz); er desertierte und floh nach Deutschland, wo er angeblich wegen einer in Ratibor begangenen Straftat zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. 1938 kehrte er in die Tschechoslowakei zurück und wurde in Gewahrsam genommen. Unmittelbar nach der Eingliederung des Hultschiner Ländchens in das Deutsche Reich trat er der Allgemeinen SS bei. Am 4. Mai 1941 meldete er sich in Forbach freiwillig zum III. Bataillon des Artillerie-Regiments 44; er verweigerte jedoch die Vereidigung und wurde aufgrund eines früheren politischen Delikts entlassen. Ein Jahr später, am 20. Oktober 1942, wurde er ein zweites Mal eingezogen – diesmal nach Haueburg in Bayern – und der Afrika-Brigade 999 (später 999. Leichte Afrika-Division) zugeteilt, einer Strafformation, die sich aus Kriminellen und Männern mit antinationalsozialistischer Einstellung zusammensetzte. Er absolvierte eine Infanterieausbildung und wurde im März 1943 an die Front nach Tunesien verlegt. Am 17. März kam er bei Pichon zum Einsatz, geriet jedoch am 8. April 1943 in britische Gefangenschaft. Er wurde in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager in Oran überführt, anschließend verschifft und traf am 12. Mai 1943 in New York ein. Er durchlief Kriegsgefangenenlager in Camp Chaffee und in Arkansas.

In den USA gab er an, Tscheche zu sein; infolgedessen wurde er nach Kentucky verlegt und anschließend nach Großbritannien geschickt. Dort trat er am 18. April 1945 in die Tschechoslowakische Selbstständige Panzerbrigade ein und diente in der Infanterie-Ausbildungskompanie (Ersatzeinheit). Zuvor war er wegen Desertion aus dem aktiven Dienst der tschechoslowakischen Armee in der Vorkriegszeit zu einer siebenmonatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Fehlen Informationen oder falsche Daten?

Kontaktiere uns

Informationen für Familienmitglieder

Falls Sie Ihren Angehörigen auf diesem Web nicht gefunden haben, schicken Sie uns, bitte, die Angaben zu. Kontakte finden Sie auf dieser Seite. Besuchen Sie auch die Seite: Was benötigen wir?.

Wie kann man die Angaben über Angehörigen finden?

Projekt Hultschiner Soldaten kooperiert mit verschiedenen Archiven und realisiert die langfristige Forschung. Die exakte Angaben über Militärdienst bietet Bundesarchiv (ehemalige WASt). Auf dem Grund breiter Recherche kann man folgende Angaben wie Dienstgrad, militärische Laufbahn, Erkrankungen und Verwundungen feststellen. Familienangehörige können auf diesem Web einen Antrag einreichen. Die Bearbeitung dauert ungefähr 36 Monate und kostet cca 16 €. Projekt Hultschiner Soldaten kann in dieser Hinsicht den Familienangehörige hilfreich sein.

Bundesarchiv, Abteilung PA
Am Borsigturm 130
D-13507 Berlin
Tel.: +49 (030) 18 7770-1158
Fax: +49 (030) 18 7770-1825
Web: www.bundesarchiv.de